Immobilienkrise in Zentral- und Osteuropa
Baustopps kommen zur rechten Zeit

Zunächst sah es so aus, als würde die internationale Krise einen Bogen um die Staaten Zentral- und Osteuropas machen. Doch verschont blieb am Ende kein einziges Land. Die Folgen sind nicht überall die gleichen - und nicht jeden trifft es gleich hart. Warum die Krise ein ungesundes Flächenwachstum beendet.

DÜSSELDORF. Während Polen, Tschechien und auch die Slowakei keine hausgemachten Immobilienprobleme haben, hat es Russland und die Ukraine mit voller Wucht erwischt. Laut Immobilienberater Jones Lang Lasalle (JLL) fielen die Büromieten in Moskau allein im vierten Quartal 2008 um 26,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Einjahresvergleich zwischen Ende 2008 und Ende 2007 waren es gar 17,6 Prozent. Der Anteil ungenutzter Flächen wuchs im selben Zeitraum von 3,2 Prozent auf 14,3 Prozent.

Ähnlich hart trifft es Rumänien, das einen Großteil seines Wachstums mit Auslandskrediten finanziert hat. In Bukarest brach die Nachfrage nach Büroflächen im vierten Quartal 2008 um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein, berichtet das Maklerunternehmen Atisreal. Ungarn steht bei den Banken ebenfalls hoch in der Kreide und leidet außerdem unter der schwachen Landeswährung Forint.

"Vielen Staaten Zentral- und Osteuropas steht ein schmerzhafter Prozess der Schuldenrückzahlung bevor", stellt der Immobilienberater DTZ in einem Thesenpapier fest. 2009 und 2010 werde das so genannte Deleveraging - wie der Ersatz von Fremd- durch Eigenkapital neudeutsch heißt - mit härteren Einschnitten verbunden sein, als vielleicht viele erwartet hätten. "Die starke Abhängigkeit von Finanzierungen ausländischer Banken kann dann dazu führen, dass schon kurzfristig weniger Geld für Projekte und Investitionen im Immobilienmarkt zur Verfügung steht", sagt Doug Hardman, Investment Director Central and Eastern Europe (CEE) bei DTZ.

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