Immobilienkrise nicht vorbei
Preise in Spanien weiter im Sinkflug

Ein Ende der Immobilienkrise in Spanien ist noch nicht abzusehen. Marode Banken, Rezession und sehr teure neue Hypothekenkredite drücken die Preise nach unten. Mallorca bildet allerdings eine Ausnahme.
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MadridSpaniens Immobilienkrise ist noch nicht zu Ende. Die Preise für Wohnungen, Häuser und Grundstücke werden aller Erwartung nach noch einmal kräftig fallen. Anders sind die Banken, die längst die größten Immobilienverwalter Spaniens geworden sind, nicht zu sanieren. Sie besitzen inzwischen Gebäude im Wert von rund 70 Milliarden Euro, und viele ihrer Kredite sind mit Immobiliengarantien unterlegt.

Gleichzeitig verursachen Rezession und horrend teure neue Hypothekenkredite zusätzlichen Druck auf die Preise. Allein im Jahr 2011 sind die Preise in den großen Städten sowie an der Mittelmeerküste um mehr als 13 Prozent gesunken, stellt der spanische Immobilienbewerter Tinsa fest.

In den Ferienorten am Meer sitzen die Banken vor allem auf schwer verkäuflichen Wohnungen aus dem unteren Marktsegment. Etwas höher sieht es anders aus. Es gebe zwar auf diesem Niveau viele interessante Objekte, aber keine Schwemme, berichtet Marcus von Busse, Generaldirektor von Engel & Völkers (E&V) in Spanien: „Oft sind Käufer und Verkäufer in einer ähnlichen Situation: Bei den Käufern ist der Finanzierungsanteil gering, beim Verkäufer ist das Motiv selten massiver Finanzdruck."

Ein Ausnahmefall ist Mallorca, wo die Preise in den vergangenen Jahren nur halb so stark sanken wie auf dem Festland, was von Busse nicht wundert: „Mallorca ist ein internationaler Standort. Der Gebäudemarkt hat eine große Dynamik. Es gibt immer wieder neue Käufergruppen." Die Insel lebe davon, leicht erreichbar zu sein, eine gute Infrastruktur und internationale Schulen zu besitzen.

Einen massiven Preisverfall gab es im Zuge der Krise auch in Portugal. Seit dem Höhepunkt des Immobilienbooms vor fünf Jahren, als Portugal einen leichten Wirtschaftsaufschwung erlebte, sind die Preise in der Algarve um bis zu 50 Prozent gefallen. Der heftigste Preisverfall sei aber schon vorbei, sagt Frank Lipinski von E&V in Portugal. „Der Markt wird sich an der gesamten Algarve voraussichtlich auf dem aktuellen Tiefstand halten."

Anne Grüttner ist Handelsblatt-Korrespondentin in Madrid.
Anne Grüttner
Handelsblatt / Korrespondentin

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  • Wer in die Cala Romantica schaut, sieht das ganze Elend der Immobilienkrise auf Mallorca. 150 nicht fertiggebaute Häuser dümpeln vor sich hin, in der Urbanisation stehen ca. 45 Häuser zum Verkauf, niemand will diese Objekte haben bzw. die möglichen Käufer lassen sich anhand der überzogenen Preise nicht meh über den Tisch ziehen. Dies ist nur eine Urbanisation. Cala Murada, genau das gleiche Szenario. Wohnungen in Sa Coma so gut wie unverkäuflich. Wo bitte ist die Krise an Mallorca vorbeigegangen??????????

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