Immobilienmarkt belebt
DIC kann „Bienenkorbhaus“ veräußern

Das Immobilienunternehmen DIC übt sich im Schuldenabbau und kann einen Frankfurter Gewerbekomplex gewinnbringend verkaufen. Ähnlich geht es der Royal Bank of Scotland, doch bei ihr ist das Verkaufsvolumen zehnmal größer.
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FrankfurtNach milliardenschweren Wohnungsverkäufen reiht sich in Deutschland nun auch ein großer Gewerbeimmobiliendeal an den nächsten. Das Immobilienunternehmen DIC Asset gab am Donnerstag den Verkauf eines Büro- und Einzelhandelskomplexes in der Frankfurter Innenstadt mit einem Transaktionsvolumen von rund 75 Millionen Euro bekannt. Käufer des sogenannten „Bienenkorbhauses“ an der Einkaufsmeile Zeil ist die RFR Gruppe, die in Deutschland und den USA ein Immobilienvermögen von zehn Milliarden Dollar betreut. DIC Asset hatte das Gebäude in den vergangenen Jahren modernisiert, fast wieder voll vermietet und nun über Verkehrswert verkauft. Der Erlös fließt in den Schuldenabbau.

In dieser Woche war bereits eine weitaus größere, spektakuläre Transaktion bekanntgeworden: Die in der Krise verstaatlichte Royal Bank of Scotland verkauft zwei Gebäudekomplexe in Frankfurt und Berlin für insgesamt 784 Millionen Euro. Hier schlugen als Käufer die französische Versicherungstochter Axa Real Estate und ein staatlicher norwegischer Pensionsfonds zu. Der RBS als finanzierender Bank waren die Gebäude „Die Welle“ und „Das Neue Kranzler Eck“ in der Finanzkrise zugefallen.

Die Aufräumarbeiten bei der RBS in Deutschland waren seit langem erwartet worden, doch der gewerbliche Immobilienmarkt ist deutlich konjunkturabhängiger als der Wohnungsmarkt. Entsprechend zögerlich waren die Investoren seit Ausbruch der Schuldenkrise. Deshalb fanden hierzulande im bisherigen Jahresverlauf die größten Immobilientransaktionen auf dem Wohnungsmarkt statt, wo teils milliardenschwere Portfolios den Besitzer wechselten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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