Immobilienmarkt: Chinas Angst vor Geisterstädten

Immobilienmarkt
Chinas Angst vor Geisterstädten

Obwohl der Bedarf an Wohnungen und Büros längst gedeckt ist, geht der Bauboom weiter. Nun fallen erstmals die Immobilienpreise. Wann platzt die Blase?
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PekingDie Bilder in Schanghai, Guangzhou, Chongqing oder Peking ähneln sich: In allen Richtungen recken sich Kräne und die Betongerippe neuer Hochhäuser in den Himmel. Während sich fast überall auf der Welt die Konjunktur verlangsamt, legt Chinas Immobilienbranche nach: Die Hälfte aller Hochhausbaustellen weltweit befindet sich dort, mehr als 60 Rekordgebäude wachsen derzeit Stockwerk um Stockwerk.

Doch die Experten des britischen Finanzunternehmens Barclays Capital deuten den aktuellen Höhenrausch als "Zeichen für eine Blase"; ab jetzt könne es nur noch abwärtsgehen. In China geht nun die Angt um, dass derzeit Geisterstädte wuchern, die niemals mit Menschen gefüllt werden können.

Aktuelle Zahlen beweisen, dass der lange Aufwärtstrend am chinesischen Immobilienmarkt gekippt ist. Im Dezember sind die Wohnungspreise in fast allen chinesischen Städten gefallen, jetzt kündigen große Anbieter bereits kräftige Rabatte an. Solche Phänomene waren in China bisher unbekannt, zumal man sich auf einen lang anhaltenden Zustrom von Menschen aus den Provinzen in die Städte verlassen konnte. Dennoch ist der Markt nun völlig übersättigt, weil die Branche zu viele Gebäude errichten ließ.

Experten erwarten nun erst einmal eine längere Durststrecke. "Die Marktlage ist miserabel", sagt Yang Hongxu vom Immobiliendienstleister E-House China in Schanghai. "Umsätze und Preise fallen deutlich, und daran wird sich in der ersten Jahreshälfte nichts ändern." Erst im September oder Oktober werde sich die Situation wieder stabilisieren - wenn die Regierung ein Einsehen hat und dem Markt wieder mehr Geld zufließen lässt. "Wenn die Regierung ihre Restriktionen aber nicht bis Sommer lockert, droht bis Jahresende ein Crash des Hausmarkts", urteilt Andy Rothman von CLSA Asia-Pacific in Schanghai.

Kommentare zu " Immobilienmarkt: Chinas Angst vor Geisterstädten"

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  • Also wenn die Immoblase in China platzt, dann kracht auch die Börse dort. Ergo kann man auf die verschiedene Indizes short spielen über Optionscheine, KO´s und das gesamte Instrumentarium. Zur Suche gehe auf Onvista.de, da kann man unter der Rubrik Optionscheine oder Zertifikate Papiere aller Emitenten finden. Oder man nimmt chin. Immobilien-Aktien und shortet die ebefalls wie oben beschrieben.
    Aber ich würde noch warten, das Momentum ist noch nicht gekommen aber eng zu verfolgen!

  • Vielen Dank für die ausführliche Antwort zum Thema Sicherheitslage in Ostasien!

    Aber eigentlich wollte ich wissen, ob es nicht ein Zertifikat / ETF gibt, mit dem man den chinesischen Immobilienmarkt shorten kann.

    Jemand mit einer konstruktiven Idee??

  • Haben Sie einen chinesischen oder wenigstens hongkonger Pass? Wenn nein - vergiss es. Bevor sich die KPCh von irgendwelchen Langnasen vorführen lässt, bricht sie lieber den III. Weltkrieg vom Zaun.

    Wie sie bei den Reagans, Bushes und anderen Kriegstreibern dieser Welt gelernt hat: damit lassen sich interne Probleme für einige Jahre 1A prima zukleistern und dann sollen doch die Trottel, die das Schiff dann steuern, sehen, wie sie klar kommen.

    Fehler sind eben dazu da, dass man sie selbst macht. Anders als im obigen Sinne kann ich das aggressive Vorgehen der chinesischen Politik in Asien und Afrika jedenfalls nicht verstehen.
    Es wird eine Menge Sprengstoff in Krisenherde gestopft. Indonesien möchte als Reaktion darauf z.B. plötzlich Leopard-Panzer kaufen. Kein Witz, obwohl man das bei einem Inselstaat vermuten könnte. Die Spirale dreht sich.
    Irgendwann geht da auch mal was hoch und dann sagt der Chinese:
    "Heissassa, WIR helfen euch!"

    Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde…

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