Immobilienmarkt
Es wird eng in Berlins Top-Bürolagen

Die Nachfrage nach Büroimmobilien in der Hauptstadt steigt und steigt. Flächen mit flexibler Nutzung sind besonders gefragt. Der Leerstand sinkt und Immobilienfirmen sind im Kauffieber.

BerlinVon Verhältnissen wie in Hongkong ist Berlin noch weit entfernt, wenn es um die nutzerseitig anfallenden Raumkosten geht. Asien führt das Ranking der teuersten Büromärkte an und Hongkong liegt an der Spitze. Doch das ist in der deutschen Hauptstadt in anderer Hinsicht auch so: Der Berliner Bürovermietungsmarkt präsentiert sich auch nach dem ersten Halbjahr 2016 im Plus.

Berlin boomt also weiterhin: Allein 2015 wechselten Gewerbeimmobilien im Wert von zirka 8,1 Milliarden Euro die Eigentümer und zirka 820.000 Quadratmeter Bürofläche wurden vermietet

Nach Angaben der Jones Lang LaSalle GmbH wurden die Ein-, Fünf- und Zehn-Jahresvergleiche im ersten Halbjahr 2016 ausnahmslos überschritten – und zwar um jeweils plus 25, 58 und 78 Prozent. Das Halbjahresergebnis sei wesentlich auf die Umsatzdynamik des ersten Quartals zurückzuführen, teilten die Analysten des Dienstleistungsunternehmens in den Bereichen Finanzen, Beratung und Gewerbeimmobilien mit. Der Umsatz im zweiten Quartal blieb in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Den größten Abschluss im zweiten Quartal verzeichnete die Einsteinstiftung Berlin im Robert-Koch-Forum mit 11.000 Quadratmeter, gefolgt von drei Anmietungen oberhalb der 7000 Quadratmeter-Marke: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in der Pyramide in Marzahn, die DB Dialog im Quartier am Salzufer und das Beko Käuferportal im Forum Tower am Potsdamer Platz.

Rund 7900 Quadratmeter hat die BIMA zudem in der Landsberger Allee 366 in Marzahn angemietet. „Es wird eng in Berlins Top-Lagen“, ließ Steffen Lesener, bei JLL Team Leader Office Leasing Berlin, mitteilen. „Die spürbare Verknappung an qualitativ guten bis hochwertigen Mietflächen sorgt für eine konstante Nachfrage-Hausse.“

Das Immobilienberatungsunternehmens Colliers International kam nach Sichtung der Abschlüsse mit Blick auf die Hauptstadt zu ähnlichen Ergebnissen. Mit insgesamt 347.000 Quadratmeter sei das starke Ergebnis des Vorjahreszeitraum in der Bundeshauptstadt erneut um rund drei Prozent übertroffen worden.

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Spitzenmieten von Technologie-Unternehmen

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