Immobilienmarkt Frankfurt
Auf der Jagd nach Mietern

Die Finanzkrise bringt Unruhe in den Frankfurter Immobilienmarkt. Die Projektentwickler werden vorsichtiger.

FRANKFURT. "Die Bautätigkeit hat sich reduziert und wird sich weiter reduzieren", stellt Oliver Barth, Geschäftsführer des Immobiliendienstleisters Atisreal, fest. "Es werden sicherlich einige Pläne in den Schubladen verschwinden", erwartet Ulrich Höller, Chef der börsennotierten DIC Asset, die selbst mit dem "Maintor"-Projekt auf dem ehemaligen Degussa-Gelände in der Innenstadt am Start ist.

Der Frankfurter Büromarkt ist wie kein anderer in Deutschland von Finanzdienstleistern abhängig. Im dritten Quartal 2008 wurden laut Immobilienberater Atisreal die Verträge für rund 35 Prozent der neu vermieteten 445 000 Quadratmeter (qm) Büroraum von Banken unterschrieben. Gut möglich, dass die Banken auch weiter eifrig neue Domizile suchen - die dann aber kleiner als die bisherigen sind.

In Mainhattan kursiert die Vermutung, dass allein der Zusammenschluss von Dresdner Bank und Commerzbank den Leerstand um 130 000 qm erhöhen könnte. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass aus der Not geborene Fusionen ausländischer Institute dafür sorgen werden, dass die eine oder andere Niederlassung in Frankfurt überflüssig wird. Und auch bei den überlebenden Kreditinstituten werden Stellen eher ab- als aufgebaut werden. In welchem Umfang der Flächenbedarf der Banken sinken wird, mag aber am Markt niemand schätzen.

In dieser Situation werden längst unterschriebene Mietverträge in Zweifel gezogen. Nachdem Kanam, Anbieter offener Immobilienfonds, in der vergangenen Woche vom Kauf des Opernturms zurückgetreten war, bekräftigte die Schweizer Großbank UBS, dass sie wie geplant in zwei Jahren die Hälfte des 60 000 qm großen, im Bau befindlichen Büroturms des amerikanischen Entwicklers Tishman Speyer belegen wird.

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