Immobilienmarkt
Kauflust an Rhein und Ruhr steigt

Die Wirtschaftskrise trifft den Wohnimmobilienmarkt in Nordrhein-Westfalen bisher kaum. Günstige Zinsen und die wachsende Attraktivität der Immobilie als Kapitalanlage wecken das Kaufinteresse. Wichtigstes Kriterium bei der Immobilienauswahl ist die Lage, nicht das Objekt.

DÜSSELDORF. Die Wirtschaftskrise hat auf den Wohnimmobilienmärkten in Nordrhein-Westfalen (NRW) noch keine Wirkung gezeigt. Diese Ansicht vertreten übereinstimmend der Immobilienverband IVD-West und die Bausparkasse LBS. Günstige Zinsen und die wachsende Attraktivität der Immobilie als Kapitalanlage hätten das Kaufinteresse in vielen Städten sogar steigen lassen, sagt IVD-West-Sprecher Bernhard Hoffmann.

Allerdings lassen sich Kaufinteressenten deutlich mehr Zeit mit ihrer Entscheidung. Auch wenn die Nachfrage nach guten Objekten etwa in Düsseldorf durchaus gestiegen sei, so zögen sich die Kaufverhandlungen doch nicht selten über Monate hin, sagt Jochen Hendriks, Leiter Privatimmobilien beim Düsseldorfer Maklerhaus Aengevelt. Und: „Die Kunden sind sehr sicherheitsorientiert“, ergänzt Vanessa Orts, Maklerin aus Mülheim. Wichtigstes Kriterium bei der Immobilienauswahl sei heute wieder die Lage und nicht das Objekt. Dies könnte zu Lasten von Neubauten gehen, erwartet Orts. Aber auch die Preise für Eigentumswohnungen an einfachen Standorten geraten unter Druck, zeigt der aktuelle Marktbericht des IVD-West. Weitgehend stabil blieben die Werte für frei stehende Eigenheime, ausgenommen sind überdurchschnittlich ausgestattete Objekte in ländlichen Regionen.

Wie sich die Krise der Automobilbranche, etwa bei Opel in Bochum, auf die Immobilienmärkte an Rhein und Ruhr auswirkt, lässt sich schwer sagen. Die Wohnungsgesellschaft Deutsche Annington, zu deren Bestand rund 6 000 Wohnungen in Bochum zählen, rechnet mit steigender Nachfrage nach günstigem Wohnraum.

NRW gehört zwar zu den Bundesländern mit einer gering wachsenden Bevölkerung. Dennoch besteht bis zum Jahr 2025 erheblicher Bedarf an Neubauwohnungen, geht aus einer Studie des Pestel Instituts hervor. Das liegt unter anderem daran, dass knapp drei Viertel aller Wohnungen in NRW vor 1978 gebaut wurden.

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