Immobilienrecht
Kontrolle der Kaution ist besser

Mieter hinterlegen eigenes Geld, auf das der Vermieter gegebenenfalls zurückgreifen kann – die Mietkaution. Ärgerlich für den Mieter ist es, wenn der Vermieter das Geld nicht richtig angelegt hat. Unter Umständen ist es dann weg, wie ein aktuelles Urteil zeigt.

HB DÜSSELDORF. Wer eine Wohnung anmietet, stellt seinem Vermieter üblicherweise eine Kaution. Sie darf drei Monatsmieten nicht übersteigen und muss zum üblichen Zinssatz für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist angelegt werden – und das getrennt vom übrigen Vermögen des Vermieters. Doch in der Praxis wird die Mietkaution häufig in bar gezahlt oder aufs Konto des Vermieters eingezahlt.

Ein Mieter, der nicht kontrolliert, ob der Vermieter die Kaution tatsächlich vom eigenen Vermögen trennt, verliert sein Geld, wenn der Vermieter insolvent wird, entschied der Bundesgerichtshof. Aber: „Solange der Vermieter die gesetzeskonforme Anlage der Mietkaution nicht nachweist, können Mieter die monatlichen Mietzahlungen zurückhalten“, erklärt Franz-Georg Rips vom Deutschen Mieterbund. „Außerdem können Mieter auch während der Mietzeit regelmäßig einen Nachweis verlangen oder die Kaution auf einem Sparbuch auf den eigenen Namen anlegen und dieses als Sicherheit an den Vermieter verpfänden“, rät Rips.

Aktenzeichen: BGH vom 12. Februar 2008, IX ZR 132/06

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%