Immobilienrecht
Verkäufer muss Risiken erwähnen

Nicht jede Eigentumswohnung lässt sich gut verkaufen. Dennoch ist nach Auffassung der Richter am Bundesgerichtshof (BGH)nicht jedes Mittel recht, wenn es darum geht, einem Anleger den Kauf einer Wohnung schmackhaft zu machen.

Empfiehlt der Verkäufer einer Eigentumswohnung den Beitritt zu einem Mietpool, darf er dem Käufer kein unzutreffendes, positives Bild der Ertragserwartungen geben. Er muss erklären, wie der Mietpool funktioniert. Dem Investor muss klar sein, dass ihn der Leerstand der Wohnung eines Poolmitgliedes genauso trifft, wie er im umgekehrten Fall von Zahlungen aus dem Pool profitiert. Denn bei Wohnungsleerstand tragen alle Mietpoolmitglieder anteilig das Mietausfallrisiko, bekräftigten die Richter.

"Die Entscheidung des Bundesgerichtshofes stellt die Aufklärungspflicht von Verkäufern klar. Zu Beweiszwecken sollten Verkäufer schriftlich über die Vor- und Nachteile des Mietpools informieren", rät Susanne Tank von der Kanzlei Bethge und Partner.

Aktenzeichen: BGH vom 3. Juli 2008, III ZR 189/07

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