Immobilienschwerpunkt Berlin
Berliner Einzelhandel: Leidet an schwacher Kaufkraft

Mit dem Stadtentwicklungsplan „Zentren 2020“ will der Senat die Zentren der Bezirke stärken und Ansiedlungen auf der grünen Wiese verhindern.

Der Zentrenplan verbietet den Bezirken grundsätzlich, jenseits der ausgewiesenen Zentren Ladengeschäfte von mehr als 800 Quadratmeter zu genehmigen. Zusätzlich sind soeben die Ausführungsvorschriften über den großflächigen Einzelhandel (AV Einzelhandel) erschienen. Danach kann in Berlin bis 2020 noch mehr als eine Million Quadratmeter neue Ladenfläche entstehen, das entspricht einem Zuwachs von 20 Prozent. „In den neunziger Jahren hatten wir einen Flächenwildwuchs in Berlin“, sagt Nils Busch-Petersen, Geschäftsführer des Handelsverbands Berlin Brandenburg (HBB), „eine halbe Million Quadratmeter Verkaufsfläche mehr als Kaufkraft.“ Deswegen seien solche Vorgaben nötig.

Im Moment gebe es seinen Aussagen zufolge 1,28 Quadratmeter Verkaufsfläche je Einwohner, das sei nicht zu viel. Das übertreffen viele andere deutsche Städte, das Problem Berlins sei aber die Kaufkraft. Nach dem Ranking der Gesellschaft für Konsumforschung kauft jeder Berliner pro Jahr für 5 264 Euro ein. Damit liegt die Hautstadt 3,8 Prozent unter der durchschnittlichen deutschen Gemeinde. Der Vorteil Berlins aber war noch nie das Geld. „Spannend ist die Stadt, weil der Markt ständig in Bewegung ist“, sagt Christoph Meyer, Bereichsleiter Einzelhandel bei Atisreal Deutschland. „Berlin ist das Experimentierfeld im Deutschen Einzelhandel.“ In Berlin ein Geschäft zu haben, sei Image bildend und repräsentiere die eigene Marke auch in andere europäische Großstädte.

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