Immobilienweise: Investmentboom wird sich 2008 abschwächen

Immobilienweise
Investmentboom wird sich 2008 abschwächen

Die Finanzinvestoren auf dem deutschen Immobilienmarkt werden vorsichtiger. Weniger zinsempfindliche und langfristig investierende Käufer werden nach Angaben des Rates der Immobilienweisen jedoch in den Vordergrund treten. Auch für offene Immobilienfonds kämen jetzt wieder Deals im Inland in Frage.

rrl BERLIN. Diese Prognose traf der Rat der Immobilienweisen in seinem am vergangenen Donnerstag in Berlin vorgestellten Frühjahrsgutachten. Bürogebäude würden auf steigendes Interesse treffen, erwarten die Experten vor dem Hintergrund steigender Beschäftigtenzahlen und daraus abzuleitendem, tendenziell sinkendem Leerstand. „Die Sonderkonjunktur im Bereich der Einzelhandelsimmobilien wird 2007 wahrscheinlich noch nicht zu Ende sein“, heißt es in dem Gutachten.

Zum Jahreswechsel 2006/2007 beobachtet die am Gutachten mitwirkende Bulwien-Gesa AG „erste Erholungstendenzen bei den Spitzenmieten bei gleichzeitig deutlich steigenden Genehmigungszahlen“ für Bürobauten. Die Durchschnittsmieten würden um etwa 2,2 Prozent steigen, erwartet das Immobilienanalysehaus. Bevor 2008 das Transaktionsvolumen abschwillt, so die Prognose, werden in diesem wie im Vorjahr für etwa 18 Mrd. Euro Büroobjekte einzeln oder im Paket verkauft.

Auf dem Einzelhandelssektor haben die Verkaufsflächen 2006 erneut zugenommen, und zwar um eine Mill. auf 113 Mill. Quadratmeter (qm). Dies entspricht knapp 1,4 qm je Einwohner, nach den Niederlanden der europaweit zweithöchste Wert, stellt Gutachterin GFK Geo-Marketing fest. Finanzinvestoren werden nach Einschätzung der Beratungsfirma zunehmend versuchen, in den vergangenen zwei Jahren erworbene Objekte mit Gewinn zu veräußern.

Darüber hinaus berichtete Hubertus Kobe, Deutschland-Geschäftsführer des auf Einzelhandelsobjekte spezialisierten britischen Vermögensverwalters Donaldsons, auf dem Kongress von einem wachsenden Interesse ausländischer Investoren an revitalisierungsbedürftigen deutschen Shoppingcentern. Sie würden Potenzial kaufen und modernisieren. Deutschland habe viele unmoderne und technisch veraltete Einkaufszentren, sagte Kobe in Berlin.

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