"Immobilienwirtschaft in die Zange genommen"
Makler gegen Gewerbesteuer auf Zinsen

Gewerbesteuer auch auf Zinsen zu erheben sei "Gift insbesondere für die Immobilienwirtschaft", sagte der Präsident des Rings Deutscher Makler Bundesverbandes (RDM), Joh.-Peter Henningsen, in Berlin. Henningsen reagierte damit auf einen Vorstoß des nordrhein-westfälischen Finanzministers Jochen Dieckmann (SPD), die Gewerbesteuerpflicht und deren Bemessungsgrundlage auszudehnen.

HB DÜSSELDORF. Der RDM-Präsident sehe "ohnehin keinerlei Handlungsbedarf, an der Gewerbesteuerschraube zu drehen", da die Gewerbesteuereinnahmen im ersten Quartal um 8,4 Prozent höher ausgefallen seien als im Vorjahreszeitraum. Bereits jetzt sei die Gewerbesteuer ungerechtfertigt und konjunkturschädlich, kritisierte Henningsen weiter.

Die Immobilienwirtschaft sei "wegen der hohen Investitionsvolumina und langen Projektierungsphasen wie keine andere Branche auf Fremdkapital angewiesen"; den starken Finanzierungsdruck durch zusätzliche Steuern noch zu erhöhen, bringe die Investitionsbereitschaft im Mietwohnungsbau endgültig zum Erliegen, so Henningsens Einschätzung.

Der Gewerbebau würde mit einer erweiterten Gewerbesteuer gleich von zwei Seiten in die Zange genommen: Die Besteuerung von Zinsen mindere die Liquidität der Immobilienunternehmen. Zudem sei zu befürchten, dass durch die Steuerpflicht auf gezahlte Mieten die Nachfrage seitens der gewerblichen Mieter einbreche.

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