Immobilienwirtschaft Mehr Tempo bei Baugenehmigungen gefordert

In den deutschen Großstädten wird bezahlbarer Wohnraum immer knapper. Grund dafür sind unter anderem auch langwierige Genehmigungsprozesse für Neubauten. Die Immobilienwirtschaft fordert hier nun ein schnelleres Tempo.
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„Zudem müssen die Kommunen Bauen zur Chefsache machen und das Personal in den Bau- und Planungsämtern aufstocken“, so der Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Quelle: dpa
Axel Gedaschko

„Zudem müssen die Kommunen Bauen zur Chefsache machen und das Personal in den Bau- und Planungsämtern aufstocken“, so der Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen.

(Foto: dpa)

BerlinDie Immobilienwirtschaft pocht auf schnellere Genehmigungsverfahren, um den schleppenden Wohnungsbau in Deutschland anzukurbeln. Neben der Schaffung von Eilverfahren für Bauanträge sollten auch die Abstimmungswege verbessert werden, sagte der Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Axel Gedaschko, der Deutschen Presse-Agentur.

„Zudem müssen die Kommunen Bauen zur Chefsache machen und das Personal in den Bau- und Planungsämtern aufstocken“, forderte Gedaschko. Eine Beschleunigung verspricht sich der Verband auch von bundesweit gültigen Genehmigungen bestimmter Gebäudetypen, um das serielle und modulare Bauen voranzubringen.

In diesen Städten gibt es die größten Wohnungen
Platz 15: Dresden
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Die Dresdner müssen sich im Vergleich der 15 größten deutschen Städte mit den kleinsten Wohnungen zufriedengeben. Im Schnitt leben sie auf 63,7 Quadratmetern Wohnfläche. Das ist das Ergebnis einer Studie des Vergleichsportals Check24.de.

Platz 14: Köln
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Ein Vergleich nach Einwohnerzahl der Städte zeigt: Mit steigender Größe des Wohnortes nimmt die Fläche des versicherten Wohnraums ab. In Orten mit maximal 100.000 Einwohnern sind Wohnungen im Durchschnitt 93,8 Quadratmeter groß. In den deutschen Millionenstädten Berlin, Hamburg, München und Köln ist die durchschnittlich versicherte Wohnung rund 25 Quadratmeter kleiner. Köln landet deshalb mit 66,1 Quadratmeter Wohnfläche auf Platz 14.

Platz 13: Leipzig
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Leipziger Haushalte bewohnen im Durchschnitt 67,3 Quadratmeter. Zwischen Ost und West gibt es deutliche Unterschiede in der Wohnungsgröße. Im Schnitt versichern die Menschen aus den östlichen Bundesländern 72,9 Quadratmeter. Im Westen Deutschlands sind es 84,7 Quadratmeter – rund 16 Prozent mehr.

Platz 12: Hamburg
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Ebenfalls große Unterschiede bestehen zwischen Stadtstaaten und Flächenländern. So bewohnen die Hamburger durchschnittlich 67, 9 Quadratmeter. Damit sind ihre Wohnungen um rund ein Drittel kleiner als zum Beispiel im Saarland. Dort stehen Haushalten durchschnittlich 99,9 Quadratmeter zur Verfügung.

Platz 11: München
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Die Millionenstadt München kommt im Ranking immerhin auf eine durchschnittliche Wohnfläche von 69,3 Quadratmetern. Für die Top Ten reicht das trotzdem nicht.

Platz 10: Berlin
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Deutschlands Hauptstadt dagegen schafft es unter die zehn Städte mit den größten Wohnungen. Die mehr als 3,5 Millionen Einwohner bewohnen hier durchschnittlich 69,5 Quadratmeter.

Platz 9: Düsseldorf
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at Hinsichtlich der Wohnungsgröße schlägt Düsseldorf die Kölner Konkurrenzstadt um Längen. 70,9 Quadratmeter Wohnfläche werden in der NRW-Landeshauptstadt durchschnittlich gegen Einbruch und andere Schäden versichert.

Im ersten Halbjahr war die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland zurückgegangen. Der Wohnungsmangel gilt als eine der Hauptursachen für steigende Immobilienpreise. Die Bundesregierung geht davon aus, dass in der nächsten Zeit jährlich mindestens 350 000 neue Wohnungen benötigt werden.

Langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren seien einer der größten Bremsklötze für den Wohnungsbau, sagte Gedaschko. Je nach Verfahren könnten bis zur Fertigstellung eines Bauvorhabens dreieinhalb bis sieben Jahre vergehen. Auch wenn es darum geht, Standorte für Baugebiete und Nutzungen festzulegen, seien die Verfahren kompliziert und konfliktträchtig. „Zielkonflikte, zum Beispiel zwischen den Belangen des Umweltschutzes und des Wohnungsbedarfs, sind immer schwieriger auszuhandeln“, so Gedaschko.

Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hatte vor einigen Monaten in einem Wochenbericht auf fehlende Kapazitäten in den Bauplanungsämtern der Kommunen verwiesen. Dort sei ein Personalabbau auf breiter Front festzustellen, hieß es. So sei die Zahl der mit Fragen zum Aufgabenbereich „Bau, Wohnungswesen, Verkehr“ befassten Beschäftigten in den kommunalen Verwaltungen zwischen 1991 und 2011 um gut ein Drittel zurückgegangen.

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  • dpa
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