Immofinanz
Grünes Licht für Buwog-Abspaltung

Die Aktionäre der Immofinanz haben den Weg freigemacht für eine Abspaltung von der Wohnimmobilientochter Buwog. 99,96 Prozent der Aktionäre stimmten dafür. Die Erstnotiz in Frankfurt ist für den 28. April geplant.
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WienDie Aktionäre der österreichischen Immofinanz haben grünes Licht für eine Abspaltung der Wohnimmobilientochter Buwog gegeben. Sie solle ab 28. April als eigenständiges Unternehmen an der Frankfurter Börse gelistet sein, teilte der Konzern am Freitag im Anschluss an eine außerordentliche Hauptversammlung mit. Bei dem Aktionärstreffen hätten 99,96 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen für die Abspaltung votiert. Damit wurde die erforderliche Schwelle von 75 Prozent locker überwunden.

Die Immofinanz erhofft sich mit der Trennung von ihrer Wohnungstochter größeren Zuspruch von Investoren. Diese haben nun die Wahl zwischen als sicher geltenden Buwog-Wohnungen in Deutschland und Österreich und Immofinanz-Papieren. Letztere bergen wegen des Engagements der Immofinanz in Osteuropa zwar höhere Risiken - versprechen aber tendenziell auch höhere Gewinne. „Die Logik des Spin-off ist, dass die Marktkapitalisierung beider Unternehmen - Immofinanz und Buwog - nach der Abspaltung höher ist als jetzt jene der Immofinanz“, sagte Firmenchef Eduard Zehetner.

An der Tochter will Immofinanz zunächst für zwei bis drei Jahre 49 Prozent halten, während die restlichen 51 Prozent künftig an der Börse - neben Frankfurt auch in Wien und Warschau - notieren sollen. Die Aktionäre bekommen im Zuge dessen für 20 Immofinanz-Papiere je eine Buwog-Aktie. Im Gegenzug müssen sie im laufenden Geschäftsjahr 2013/14 jedoch auf eine Dividende verzichten. Erst 2014/15 könnten sie wieder mit einer Ausschüttung rechnen, sagte Immofinanz-Vorstand Daniel Riedl.

Grund dafür sei auch die 900 Millionen Euro schwere Übernahme von 18.000 Wohnungen in Norddeutschland, mit denen Immofinanz die Tochter für den Börsengang rüstet. Verkäufer ist ein Fonds der Deutschen Bank sowie die italienische Immobilienfirma Prelios. Ein Abschluss des Deals ist im zweiten Quartal geplant.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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