Industrie- und Logistikunternehmen wechseln Strategie: Firmenhallen: Miete schlägt Eigentum

Industrie- und Logistikunternehmen wechseln Strategie
Firmenhallen: Miete schlägt Eigentum

Industrie- und Logistikunternehmen gehen mehr und mehr dazu über Lagerhallen zu mieten, statt sie zu kaufen oder zu bauen. Der Grund liegt oft in der Gesellschaftsform.

HB DÜSSELDORF. Ein börsennotiertes Unternehmen brauche kurze Bilanzen und werde aus diesem Grund möglichst mieten, sagt Michael Habacker, Geschäftsführer der Logistikfirma Fiege Engineering GmbH & Co. KG. Ein Familienunternehmen wie Fiege denke weniger an die Kapitalbindung als an die Vermögensbildung. "Wir können es uns erlauben, stille Reserven zu bilden", sagt Habacker.

Weil zudem die Mietvertragslaufzeiten immer kürzer werden, sind Standardhallen gefragt, die ohne große Umbauten wieder einen neuen Mieter finden. Problematisch sind deshalb Hochregallager. Roland Hennebach, Prokurist beim Lagerhallenentwickler Prologis, der mit dem Geld institutioneller Investoren baut, stellt darum fest: "Wir bauen keine Hochregallager, weil die Drittverwendungsfähigkeit fehlt."

Allerdings stellt Dietmar Berger, Partner in der I+O Industrieplanung + Organisation GmbH & Co. KG, einem auf die Planung von Logistikimmobilien spezialisierten Unternehmen, fest, dass auch die Industrie öfter als früher versucht, Hochregallager zu mieten. Deren Angebot: Die Gebäude würden auf eigenem Grund erbaut und es würde versucht andere Firmen mit hineinzunehmen.

Die Anforderungen an die Hallen - zehn Meter hoch, 35 Meter breite Andienungsflächen vor dem Rampen - werden sich nach Ansicht von Habacker nicht mehr so stark ändern wie in der Vergangenheit. Ein Grund: "Die Lkws werden nicht mehr größer." Habackers Kalkül: "Eine Logistikimmobilie hat eine Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren."

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