„Initiative Finanzplatz Deutschland“ will neuen Vorschlag entwickeln
Reits-Pläne drohen zu scheitern

Die Regierungspläne zur Einführung börsennotierter Immobilientrusts Reits drohen nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ wegen großer Bedenken von Steuerexperten und aus der SPD-Fraktion zu scheitern.

HB BERLIN. „Wenn die von der Bund-Länder-Arbeitsgruppe aufgezeichneten steuerlichen Bedenken unlösbar sind, dann kann ich mir eine Einführung von Reits kaum vorstellen“, zitierte die Zeitung am Freitag den stellvertretenden SPD-Fraktionschef Joachim Poß. Er bezog sich auf den Bericht einer Bund-Länder-Kommission, der der Zeitung vorlag. Darin würden Befürchtungen geäußert, dass das Vorhaben neue Steuerschlupflöcher schaffe. Verstärkt worden seien die Vorbehalten durch die Kapitalismuskritik des SPD-Parteivorsitzenden Franz Müntefering.

Die „Initiative Finanzplatz Deutschland“ plant aber offenbar, mit einem neuen Vorschlag die Bedenken der Experten zu zerstreuen. „Die Initiative Finanzplatz Deutschland wird Ende nächster Woche einen neuen Vorschlag entwickeln, der die Punkte der Arbeitsgruppe entkräftet oder Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigt“, zitierte die Zeitung den Reit-Experten der Deutsche Bank, Klaus Droste.

Real Estate Investment Trusts (Reits) sind börsennotierte Immobilien-AGs, die ihre Gewinne großteils an ihre Anleger ausschütten und bei diesem auch besteuert werden. In anderen Ländern, wie den USA und den Niederlanden, wird dieses Anlage-Instrument bereits erfolgreich genutzt. Experten sehen dafür in Deutschland ein Marktpotenzial von rund 100 Mrd. € und verbinden damit die Hoffnung, dass der deutsche Immobilienmarkt von der Einführung von REITs profitieren könnte.

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