Insolvenzverwalter übernimmt das Management - Bankentreffen am 12. April
Falk-Fonds laufen vorerst weiter

Für Anleger der Falk Immobilien Fonds ist die Lage kaum noch überschaubar, seit auch die letzte Gesellschaft der Falk-Gruppe, die Falk Asset Management, Insolvenz angemeldet hat. Hinter verschlossenen Türen wird jetzt fieberhaft nach Lösungen für jeden einzelnen der rund vierzig noch laufenden Fonds gesucht.

DÜSSELDORF. Eine mit der Insolvenzverwaltung abgestimmte Erklärung weist noch einmal darauf hin, dass lediglich die Falk-Gruppe, nicht aber die einzelnen Fonds von der Insolvenz betroffen sind. Sie werden künftig von der Insolvenzverwaltung gemanagt. Das Treffen mit den Banken am 12. April soll wie geplant stattfinden.

Die Geschäftsführung der größten deutschen Gesellschaft für geschlossene Immobilienfonds, Falk Capital, hatte zunächst für drei Gesellschaften Insolvenz angemeldet. Anfang der Woche hatte sie auch die - mit der Verwaltung der Fonds betraute - Falk Asset Management für zahlungsunfähig erklärt. Die Falk-Gruppe war auf Grund des schwachen Immobilienmarkts und nach einer Änderung der Steuergesetze in Schieflage geraten. Etwa 30 000 Anleger haben in die Falk-Fonds insgesamt 3,2 Mrd. Euro investiert.

Für Anleger ist jetzt entscheidend, ob die Mietobjekte ihres jeweiligen Fonds Zinsen und Tilgungsverpflichtungen der Banken erwirtschaften. So werfen einige Fonds noch Gewinne ab, andere sind so schwach vermietet, dass der Schuldendienst höher ist als die Einnahmen. Beim Fonds 50 etwa betragen die Mieteinnahmen nach Angaben des Informationsdienstes Fondstelegramm etwa ein Drittel dessen was ursprünglich erwartet wurde. Entscheidend ist auch, ob es sich bei dem Fonds um eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder eine KG handelt.

Die Falk-Fonds im Überblick (Tabelle im pdf-Format)

Bei einer KG haften die Anteilseigner mit ihrem Einsatz, bei einer GbR haften sie im schlimmsten Fall mit ihrem gesamten Vermögen. Der Fonds 80 konnte nicht mehr komplett aufgelegt werden. Hier dürften Anleger gegenüber den Banken das Nachsehen haben, glauben Experten.

Betroffene Anleger können sich an die Hotline der Aktionsgemeinschaft Falk Fonds Geschädigte der Fuchsgruber KG, 0800-4321-007 wenden.

www.fonds-geschädigte.de

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