Interhyp-Chef zur Immobilienfinanzierung: „Das Marktumfeld ist fantastisch”

Interhyp-Chef zur Immobilienfinanzierung
„Das Marktumfeld ist fantastisch”

Der Immobilienfinanzierer Interhyp profitiert von niedrigen Zinsen und steigenden Häuserpreisen. Interhyp-Chef, Michiel Goris, erklärt im Interview, wo man günstig kaufen kann. Und warum eine Blase nicht in Sicht ist.
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Die Preise am Immobilienmarkt ziehen von einem Hoch zum nächsten, vor allem in Ballungsgebieten. Während sich Häuslebauer über die Kosten ärgern, können Immobilienfinanzierer nicht zuletzt wegen der anhaltend niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt profitieren. Wir haben mit dem Chef des größten Kreditvermittlers für Immobilienfinanzierung gesprochen.

Herr Goris, München kann sich kaum jemand noch leisten, die Immobilienpreise dort steigen und steigen – wie lange geht das noch so?

Wir denken schon, dass sich diese letzten Preisanstiege etwas verlangsamen werden. Aber Nachfrage und Zinsen befeuern den Markt weiterhin. Und ja, es stimmt: Es gibt Lagen in Deutschland, da muss man eigentlich geerbt haben, um etwas kaufen zu können. Für viele Stadtteile Münchens ist das der Fall. Aber es finden sich in Deutschland auch Lagen, in denen der Erwerb deutlich preiswerter ist – und zwar nicht nur auf dem Land, sondern auch in den Großstädten.

Jetzt sagen Sie aber nicht Berlin. Dort wird doch über Immobilienpreise derzeit laut gejammert . . .

Dabei ist Berlin im deutschlandweiten Vergleich relativ preiswert. Dort gibt es einfach ein größeres Angebot an Immobilien als in anderen Ballungsräumen – und gleichzeitig eine andere Einkommensstruktur. Deswegen liegt das Niveau der Preise in der Hauptstadt deutlich unter dem von etwa München oder Hamburg.

Verschärft der Zuzug von Flüchtlingen die Situation?

Auf dem Mietmarkt vielleicht, aber nicht auf dem Käufermarkt.

Die Zinsen kommen in Europa nicht vom Fleck. Inzwischen gibt es Banken, die Unternehmenskunden Geld abknöpfen, wenn die ein Guthaben dort parken. Könnten die Negativzinsen auch irgendwann auf dem Immobilienmarkt Einzug halten?

Gänzlich ausschließen kann ich das nicht, aber ich halte es für extrem unwahrscheinlich. Ich bezweifle, dass eine Bank so weit geht, dass sie Kunden noch etwas draufzahlt, wenn die sich Geld leihen wollen. Wenn kurzfristige Zinssätze unter minus ein Prozent fielen, könnten die Zinskosten für Baufinanzierungen gegen Null gehen. Aber dafür müsste wirtschaftlich so viel kaputt gehen, dass ich uns allen das nicht wünschen würde.

Wie verhält sich ein Immobilienfinanzierer wie die Interhyp in diesem Marktumfeld?

Fantastisch. Wir haben im Jahr 2015 unser vermitteltes Volumen um fünf Milliarden Euro auf 16,1 Milliarden gesteigert, den Gewinn auf knapp 60 Millionen Euro mehr als verdoppelt und halten jetzt mehr als sechs Prozent Marktanteil am Neugeschäft aller Baufinanzierungen in Deutschland.

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Keine Immobilienblase in Sicht

Kommentare zu " Interhyp-Chef zur Immobilienfinanzierung: „Das Marktumfeld ist fantastisch”"

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  • Man(n) sollte natürlich nur den Betrag als Immo-Darlehen in Anspruch nehmen, den man auch stemmen kann. Ich tilge z.Zt. 2 Objekte die in der Vermietung sind mit mtl. knapp 30.000 € auf 5 Jahre voll. Und das bereitet mit absolut keine Probleme.

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