International Real Estate Business School
Der Pionier bleibt Marktführer

Die International Real Estate Business School (Irebs) ist die Ziehmutter der deutschen Ausbildungsstätten für die Immobilienbranche. Auch wenn sich ihr Name geändert hat: Ihr Nachwuchs bleibt begehrt.

HB BERLIN. Dabei hätte ohne Karl-Werner Schulte die Immobilienwirtschaft vermutlich noch länger auf akademisch geschulte Fachleute warten müssen. Im Sommer 1990 eröffnete der Wissenschaftler, damals noch Professor für Investition und Finanzierung an der European Business School (ebs) in Oestrich-Winkel, mit der ebs Immobilienakademie die erste Weiterbildungsstätte in Deutschland. 1994 folgte der Einstieg ins Erststudium: Zwei Stiftungslehrstühle an der ebs begannen, im Hauptstudium fachspezifische Kenntnisse zu vermitteln.

Heute ist Schulte, ein international anerkannter Immobilienökonom, nicht mehr in Oestrich-Winkel. Im Herbst vergangenen Jahres lösten sich sowohl die Aus- als auch die Weiterbildungseinrichtung von der Ebs. Unter neuen Namen – die weiterbildende Irebs Immobilienakademie und das Irebs Institut für Immobilienwirtschaft – gliederten sich der Uni Regensburg an. Ihrem Ruf tat das keinen Abbruch, bestätigen die Personaler der Immobilienunternehmen: Um die Absolventen konkurrieren weiterhin die gefragten Arbeitgeber der Branche.

„Uns unterscheidet die interdisziplinäre Sichtweise der Immobilienwirtschaft“, sagt Wolfgang Schäfers, Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienmanagement am universitären Institut und gleichzeitig Leiter Immobilien bei der Privatbank Sal. Oppenheim. Auf Team- und Praxisarbeit legt die Irebs großen Wert. Genauso wichtig ist die internationale Ausrichtung: „In unserer Branche geben die Angelsachsen den Ton an.“ Wie ernst ihm das ist, wird deutlich, wenn der Professor die Universitäten nennt, an denen sich die Irebs messen lassen will: keine davon in Deutschland, dafür in den USA, in Singapur, Hongkong oder gar Australien.

Allerdings ist Irebs-Absolvent nicht gleich Irebs-Absolvent. Es kommt darauf an, ob er das klassische Diplom in der Tasche, in vier Semestern den Bachelor erworben oder noch den Master obendrauf gesetzt hat: „Es gibt Unterschiede in der Ausrichtung des Studienangebotes“, sagt Schäfers. „Im Diplomstudium spezialisiert sich der Student erst im Hauptstudium auf Immobilien, beim breiter ausgerichteten Bachelor ist es ebenfalls ein Schwerpunktfach, wer dann noch den Master dranhängt, hat sich definitiv für die Immobilienwirtschaft entschieden.“ Vorgenommen hat sich die Irebs, dass etwa 20 Prozent der rund 300 Bachelor-Studenten ihr Studium mit dem Schwerpunkt Immobilien abschließen, zusätzlich sollen 50 bis 60 Studenten den Master machen.

Gestandene Profis können sich an der Irebs Immobilienakademie in berufsbegleitenden Kontakt- und Immobilienstudiengängen weiter spezialisieren. Insgesamt 2 700 Absolventen hat die Weiterbildungsstätte in den vergangenen 17 Jahren hervorgebracht.

Es ist gerade diese enge Verbindung von Aus- und Weiterbildung, die in den Unternehmen gut ankommt. So arbeitet beispielsweise die Eurohypo in der Aus- wie auch in der Weiterbildung eng mit der Irebs zusammen. „Nach der Fusion zur Eurohypo im Jahr 2002 haben wir festgestellt, dass neue Anforderungen neue Konzepte und Instrumente erforderlich machten, um das Potenzial unserer Mitarbeiter zu heben und den besten Nachwuchs anzuziehen“, sagt Dietrich Thier, Personalentwickler der Bank. Das Kreditinstitut unterstützt die Ausbildungseinrichtung deshalb besonders intensiv. Regelmäßig lädt die Eurohypo beispielsweise Studenten des Lehrstuhls für Immobilienfinanzierung ins Unternehmen ein, ihre wissenschaftlichen Arbeiten vor den Praktikern zu präsentieren. Der Vortrag fließt in ihre Note mit ein. Dafür sitzen im Auditorium potenzielle Arbeitgeber: 60 interessierte Führungskräfte und Spezialisten.

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