Interview mit Anreas Zehnder
„Der Wohn-Riester muss flexibler werden“

Andreas Zehnder ist Chef des Verbandes der privaten Bausparkassen, die zwei Drittel des Marktes ausmachen. Im Gespräch mit dem Handelsblatt äußerte er sich über Geschäft in Zeiten der Finanzkrise.
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Herr Zehnder, wieso läuft das Geschäft mit Bausparverträgen schlechter als 2008?

Es handelt sich eher um eine Normalisierung. Die Änderung bei der Wohnungsbauprämie war ein Anreiz, sich die alten Bedingungen zu sichern. Zudem haben die Bausparkassen im Krisenjahr 2008 besonders davon profitiert, dass die Bürger sichere Anlagen suchten.

Wieso können die neuen Wohn-Riester-Verträge die Lücke nicht schließen?

Zehnder: Die Bausparkassen haben einen guten Start hingelegt, obwohl die Konkurrenz bei Riester einen jahrelangen Vorsprung hatte. Wir erwarten einen steigenden Anteil des Riester-Geschäfts, wobei wir hoffen, dass die Politik einen Beitrag leistet. Der Koalitionsvertrag spricht von Vereinfachung und Flexibilisierung. Das sagt noch nicht allzu viel. Aber wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das bald mit Leben gefüllt wird.

Was sollte geändert werden?

Man sollte etwa energetische Grundsanierungen zulassen. Alles redet über Kopenhagen. Dabei fängt Klimaschutz im Haus an. Häuser sind mit einem Anteil von fast 40 Prozent der größte CO2-Emittent. 20 Millionen Häuser warten darauf, saniert zu werden. Bis zu 80 Prozent Energie könnte hier eingespart werden. Die Menschen sorgen sich um ihre Altersvorsorge und das Klima. Warum verbinden wir nicht beides?

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