Investment
Gute Aussichten in Asien

Sehr gut sind derzeit die Aussichten auf Gewinne mit Immobilien in Asien.

Helmut Kurz, Immobilienfondsmanager beim Stuttgarter Bankhaus Ellwanger & Geiger: "Asien hat die beste wirtschaftliche Ausgangslage, die Zinsen steigen dort kaum. Und die institutionellen Investoren haben Nachholbedarf bei Immobilien aus Schwellenländern." Wie wahr. "Wenn sie könnten", sagt Degi-Chefinvestor Beyerle, "würden die Fonds ihren Asienanteil lieber heute als morgen auf 49 Prozent hochfahren." Allein, es mangelt am Angebot. "In ganz Ho-Chi-Minh-City, der zweitgrößten Stadt Vietnams, gibt es nur vier Bürotürme, in die Ausländer investieren können. In Peking oder Shanghai ist es zwar ein Vielfaches, dort ist aber das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auch nicht besser", klagt Beyerle.

In manchen Regionen ist kein Ende des Booms absehbar. Dort übersteigt die Nachfrage nach Büros und Wohnungen das Angebot um den Faktor vier bis fünf. Die Urbanisierung Chinas sorgt für einen stetigen Zustrom neuer Immobiliennutzer. Je nach Schätzung ziehen jedes Jahr zwischen 25 und 40 Millionen Chinesen vom Land in die Städte. Auch in Thailand, auf den Philippinen und in Vietnam wachsen die Metropolen. In Hanoi und Ho-Chi-Minh-City (ehemals Saigon) fehlt es praktisch an allem: Wohnraum, Shopping-Flächen, Lagerhallen, Hotels und Büros.

Folge: Die Preise steigen immer weiter. Profiteure sind neben der asiatischen Bauindustrie jene Immobilienfirmen, die sich genügend Bauland für die kommenden vier bis fünf Jahre gesichert haben, etwa in den Boomregionen Chinas. Viele von ihnen operieren von Hongkong aus (siehe Tabelle). Sie werden munitioniert von frischem Geld aus Übersee, von internationalen Fonds und Hedgefonds, zuletzt aber auch vermehrt von Hongkong-Chinesen. Die waren nach dem Fall der Stadt an China nach Australien, Kanada oder London ausgewandert – und sind dort nicht selten im Immobilienboom reich geworden.

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