Investmentmarkt
Umsatz mit Gewerbe-Immobilien steigt kräftig

Dieses Jahr läuft das Geschäft mit Büros und Einkaufszentren gut. Experten rechnen damit, dass der Umsatz auf bis zu 24 Milliarden Euro steigen wird. Das Problem ist: Käufer wollen nur in Top-Immobilien investieren.

DüsseldorfDie führenden Immobiliendienstleister blicken optimistisch in die Zukunft. Die Unsicherheit über die Entwicklung des Investmentmarkts, die vergangene Woche auf der Messe Expo Real noch deutlich zu spüren war, scheint nur am Rand durch. Lars-Oliver Breuer etwa, der für das Investmentgeschäft der britischen Savills in Deutschland verantwortlich ist, ist überzeugt, dass der Umsatz mit Gewerbeimmobilien auf 22 bis 24 Milliarden Euro steigen wird, nach 20 Milliarden im Vorjahr.

Allerdings schwingt in der Prognose mit, dass die Branche nicht einschätzen kann, inwieweit Kreditinstitute Immobilien finanzieren können oder wollen. Die Unsicherheit trifft besonders die Finanzierung von Gebäuden, die in Lage und Ausstattung nicht ins Spitzensegment gehören. Klar erkennbar ist, dass Banken den Risiken solcher Investments aus dem Weg gehen wollen.

Um eine Milliarde Euro könnten die Schätzungen für dieses Jahr daneben liegen. Das ist in etwa der Betrag der fließt, wenn es der SEB gelingen sollte, das Daimler-Gebäude am Potsdamer Platz in Berlin aus ihrem Fonds Immoinvest zu veräußern. Der Verkauf würde belegen, was Fabian Klein, Chef der Investmentabteilung von CBRE in Deutschland, stellvertretend für andere beschreibt: "Core-Immobilien behaupten sich nach wie vor hervorragend." Als Core-Immobilien bezeichnet die Branche langjährig vollvermietete Gebäude in guten Lagen.

Zumindest in den ersten neun Monaten lief das Geschäft für die Vermittler von Besitzwechseln gut. So meldet CBRE ein Umsatzplus von 37 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro auf dem deutschen Gewerbeimmobilienmarkt, doch im Quartalsvergleich betrug das Plus nicht mehr als ein Prozent auf 5,7 Milliarden Euro.
Dennoch sei das dritte Quartal 2011 eines der stärksten seit 2007 gewesen, meldet CBRE. 2008 war der Investmentmarkt massiv eingebrochen.

Ein weiterer Trend hat gehalten: Einzelhandelsimmobilien sind gefragt wie nie zuvor. Rund 8,5 Milliarden Euro Umsatz in den ersten drei Quartalen entfallen auf dieses Segment, so die Rechnung von CBRE-Wettbewerber BNP Paribas Real Estate. Piotr Bienkowski, Geschäftsführer von BNP Real Estate in Deutschland, erwartet für das Gesamtjahr einen Umsatz von rund elf Milliarden Euro.

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