IVG-Chef Wolfhard Leichnitz
Gute Chancen für deutsche Immobilien

Der deutsche Immobilienmarkt werde sich auch im kommenden Jahr nach oben bewegen, glaubt IVG-Chef Wolfhard Leichnitz. Im Interview äußert er sich über den Umbau seines Unternehmens und die Attraktivität des deutschen Marktes.

Herr Leichnitz, die IVG managt Immobilien im Wert von mehr als 17 Milliarden Euro für Fonds und auf eigene Rechnung und ist damit die Nummer eins in Deutschlands Immobilienbranche. Warum bauen Sie nun das Unternehmen um?

Der Wettbewerb auf dem deutschen Immobilienmarkt hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Um unsere Position weiter auszubauen, müssen wir uns immer wieder den Anforderungen des Kapitalmarkts stellen. Wir strukturieren unser Geschäft jetzt in vier Geschäftsbereiche: Im Investment Portfolio kaufen und verkaufen wir Immobilien auf die eigene Bilanz, im Geschäftsbereich Fonds bündeln wir unsere Anlageprodukte für private und institutionelle Anleger. Weiter sind wir europaweit im Bereich Projektentwicklung aktiv. Das bestehende Kavernengeschäft wird künftig zum vierten Geschäftsbereich...

... was verbirgt sich denn dahinter?

Das sind künstliche unterirdisch angelegte Hohlräume, die zur Lagerung von Rohstoffen wie Öl und Gas genutzt werden. Bereits heute besitzt die IVG 40 Kavernen, die langfristig vermietet sind. In den kommenden Jahren wollen wir mindestens 65 weitere Kavernen bauen.

Damit lässt sich Geld verdienen?

Durchaus. Wir rechnen in den kommenden zehn Jahren mit einem jährlichen zweistelligen Wachstum bei Umsatz und Gewinn.

Warum stocken Sie Ihren Anteil an der Oppenheim Immobilien-Kapitalanlagesellschaft (OIK), die Sie bislang mit dem Bankhaus Oppenheim gemeinsam führten, auf 94 Prozent auf?

Bislang gab es getrennte Organisationseinheiten bei der IVG und bei der OIK. Als Mehrheitsgesellschafter können wir die OIK in den IVG-Geschäftsbereich Fonds integrieren. So wird OIK im IVG-Konzern zukünftig Plattform für alle Produkte für institutionelle Anleger. Die weitere Verzahnung wird unsere Marktposition nachhaltig stärken. Dies wird sich vor allem bei der Suche nach geeigneten Investitionsobjekten und bei der Vermietung bemerkbar machen.

Haben Sie bislang völlig getrennt agiert?

Wir haben bereits an einzelnen Standorten gemeinsame Büros genutzt, sind aber getrennt am Markt aufgetreten. Nun werden wir unsere Struktur und unseren Mitarbeiterstamm vereinheitlichen und damit Synergien nutzen.

Wie groß ist das Synergiepotenzial?

Ich rechne ab 2008 mit jährlichen Synergien zwischen acht und zehn Millionen Euro aus Ertragssteigerungen und Kosteneinsparungen.

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