Japanische Immobilienaktien
Auferstanden aus Ruinen

Japans Wirtschaft erholt sich langsam und der Immobilienmarkt boomt. Ein Jahr nach Erdbeben, Tsunami und Atomunfall kehren nun die Investoren zurück. Wie Anleger jetzt einsteigen können.
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TokioEin Jahr nach dem Erdbeben und dem Atomunfall findet Tokio langsam zu altem Glanz zurück. Neue Hochhäuser mit bis zu 50 Stockwerken schießen in die Höhe. Auch ohne Atomstrom glitzert die Skyline der Zwölf-Millionen-Einwohnermetropole wieder wie ein Kronleuchter. Selbst der Markt für japanische Immobilienaktien, die Real Estate Investment Trusts (J-Reits) glüht.

Seit Anfang des Jahres geht es mit den Kursen steil bergauf. Die Anleger erwarten das Ende des langen Siechtums auf Japans Immobilien- und J-Reits-Markt. Experten bestärken sie: „Der Aufschwung hat erst begonnen, er wird mindestens ein bis zwei Jahre andauern“, erwartet Yoji Otani, Reit-Experte der Deutschen Bank in Tokio.

Solange die Wirtschaft boomte, legten die Kurse zwar kräftig zu. Doch seit Mai 2007 sackten sie um mehr als 50 Prozent ab. Erst ging dem längsten Aufschwung der japanischen Nachkriegsgeschichte die Puste aus. Dann folgte 2008 der Lehman-Schock, 2009 ein beispielloser Einbruch der japanischen Wirtschaft.

Und als der Markt sich 2011 gerade wieder zu berappeln begann, zerstörte am 11. März die Dreifach-Katastrophe aus Erdbeben, Tsunami und Atomunfall Japans Konjunkturhoffnungen im Allgemeinen und die Lust der Investoren auf Immobilien im Besonderen.

Doch nachdem Volkswirte Japans Konjunkturaussichten wieder optimistischer beurteilen, geht es plötzlich auch mit den J-Reits bergauf. Denn die Investoren betonen nun wieder die Stärken des japanischen Marktes. Besonders attraktiv für ausländische Investoren sei die hohe reale Rendite der J-Reits, meint Nomuras Experte Tomohiro Araki. Aktuell rund sechs Prozent Dividendenrendite erscheinen zwar nicht außergewöhnlich. Aber sie ist damit etwa dreimal so hoch wie die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihen – eine Folge der Nullzinspolitik der japanischen Notenbank.

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  • +++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++

  • Unterbewertet? Eher völlig überbewertet, wenn man schaut, wo die da bauen in diesem Erdbeben- und Tsunamigebiet. Ähnlich prekär aufgestellt ist da nur noch Silicon Valley in CA mit dem St.Andreas Fault.
    Von Invests in Immobilien von Erdbebengebieten ist bei klarem Verstand Abstand zu nehmen.

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