Kauf für die Altersvorsorge: Immobilie erschwinglich wie nie

Kauf für die Altersvorsorge
Immobilie erschwinglich wie nie

Die Eigenheimzulage ist passé, die Preise für Immobilien liegen am Boden, regionale Überangebote locken Schnäppchenkäufer. Wo sich der Kauf für die Altersvorsorge jetzt lohnt und wie er günstig finanziert wird.

Die letzten Tage vor Silvester waren hektisch. Kurz bevor die Eigenheimzulage auslief, schlugen Haus- und Wohnungskäufer nochmal zu. In Frankfurt wurden wegen des Subventionsendspurts rund 800 Wohnungen und 130 Häuser mehr verkauft als im Vorjahr. Die Beamten des Main-Kinzig-Kreises registrierten im Dezember dreimal so viele Bauanträge mehr als in den Herbstmonaten. Im sächsischen Frohburg ermächtigte der Stadtrat zwei Wochen vor Silvester den Bürgermeister, jedem Bauwilligen spontan ein Grundstück aus städtischem Besitz zu verkaufen.

Und jetzt - aus und vorbei? Glaubt man den Auguren, dann ist der schon lange vor dem 2005er-Kurzzeit-Boom erkrankte Haus- und Wohnungsmarkt tot. Nicht nur die Zulage ist abgeschafft, gleichzeitig sanken die steuerlichen Abschreibungen für Vermieter von Neubauten. 2008 droht eine generelle Steuer auf den Verkaufsgewinn von Immobilien.

Doch neben dem Einfluss des Staats ist da noch der Markt - und der bietet derzeit mancherorts mehr gute Gründe zum Kauf, als die Sparpolitiker einkassiert haben. Derzeit liegen die Preise am Boden, nachdem pünktlich zu Neujahr das Dezemberfieber verschwunden ist. Zwar werden Häuser und Wohnungen nicht wie Socken im Winterschlussverkauf aktiv mit Preissenkungen beworben - so etwas weckt Ladenhüterverdacht. Doch wer nachfragt, hat derzeit eine besonders gute Verhandlungsposition, meint Günther Belz, Geschäftsführer der Haus & Grund Eigentümer-Schutzgemeinschaft Hessen: "Bisher war die Eigenheimzulage in den Preis einkalkuliert. Jetzt können Kaufinteressenten besser Nachlässe aushandeln."

Das ist nicht das einzige Motiv für einen Kauf - ob man nun selbst einziehen oder vermieten möchte:

  • Der Neubau liegt danieder; nach ersten Schätzungen sind 2005 nur etwa 230 000 Häuser und Wohnungen beantragt und genehmigt worden - so wenig wie noch nie seit Gründung der Bundesrepublik. Mangel an Nachschub hat vor allem in Großstädten dazu geführt, dass das Überangebot aus dem Bauboom der Neunzigerjahre aufgesogen ist. Der Leerstand, den das Unternehmen Techem beim Heizungsablesen nebenbei ermittelt, beträgt bundesweit nur noch 3,9 Prozent und ist in den stärksten Städten nahe null.
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