Kaufen und vermieten: Rendite mit dem Ferienhaus

Kaufen und vermieten
Rendite mit dem Ferienhaus

Ferienhäuser und -wohnungen sind gefragt wie nie – vor allem an Deutschlands Küsten. In manchen Regionen explodieren die Immobilienpreise. Lohnt das Urlaubsdomizil noch als Altersvorsorge und Renditeobjekt?
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DüsseldorfDer Urlaub in den eigenen vier Wänden, ohne Speisesaal, ohne feste Frühstückszeiten und ohne Wettrennen um die letzte Sonnenliege findet immer mehr Anhänger. Ferienhäuser erleben seit Jahren eine Boom - bei Urlaubern und Privatinvestoren. Mehr Platz für die Familie und Abende mit Freunden, mehr Flexibilität und Komfort nach den eigenen Wünschen und mehr Privatsphäre in der Ferienzeit liegen im Trend. Der Markt wächst noch immer kräftig: Die Zahl der Gäste, die erstmalig Urlaub in einer angemieteten Immobilie verbrachten, ist 2012 um 7,4 Prozent gestiegen. Das hat eine Marktanalyse des Ferienhausvermittlers HomeAway Fewo-direkt in Kooperation mit dem Immobilienmakler Engel & Völkers ergeben.

Käufern von Ferienimmobilien spielt diese Entwicklung in die Hände. Denn wer sein Ferienhaus oder seine Ferienwohnung nicht ausschließlich selbst nutzen, sondern auch vermieten möchte, freut sich über eine wachsende Nachfrage. Das ist gut für Auslastung, Rendite und die Wertentwicklung der Immobilie. Ebenfalls freuen dürfen sich Ferienhausbesitzer über den Trend zu höherpreisigen Urlaubsdomizilen. Mittlerweile bucht fast jeder fünfte für die Ferienzeit ein Objekt, das mehr als 1.000 Euro pro Woche kostet. Der Durchschnitt lag 2012 bei 759 Euro, immerhin 24 Euro oder 3,2 Prozent mehr als 2011. Vor dem Hintergrund einer Inflationsrate von derzeit weniger als zwei Prozent und den noch niedrigeren Sparzinsen ist das eine ansehnliche Steigerung.

Von den Urlaubsgästen buchte eine knappe Mehrheit ein Ferienhaus, etwas weniger als die Hälfte eine Ferienwohnung. Die wichtigsten Kriterien für die Buchung sind der Marktanalyse zufolge die Lage, das Reiseziel und die Optik. Das sollten Immobilienkäufer berücksichtigen, wenn ihnen Wertsteigerung und gute Vermietbarkeit des Objektes wichtig sind. „Auch in Zukunft gehen wir davon aus, dass hochwertige Ferienimmobilien in attraktiven Lagen kontinuierliche Wertsteigerungen verzeichnen und somit eine interessante und krisensichere Investition für Anleger darstellen“, prognostiziert Kai Enders, Vorstand bei Engel & Völkers. „Je exklusiver die Lage, umso sicherer die Ferienimmobilie als Kapitalanlage.“

Tatsächlich steigt das Interesse an Ferienimmobilien als Kapitalanlage bereits seit vier Jahren in Folge. Überraschend ist das nicht: Das Ferienhaus verbindet in nahezu idealerweise gleich mehrere Bedürfnisse der Käufer: ein stabiler Sachwert mit weitgehendem Inflationsschutz, eine zusätzliche Einkommensquelle durch Vermietung, eine Form der privaten Altersvorsorge und einen hohen Freizeitwert für die Zeiten der Selbstnutzung. Das Häuschen am Meer wird so zum Nebenerwerb mit verbesserter Lebensqualität.

Kommentare zu " Kaufen und vermieten: Rendite mit dem Ferienhaus"

Alle Kommentare
  • Es stimmt, an der Küste ist zu wenig Saison. Daher habe ich in europäischen Gross-Städten Fewos erworben.

    Steuerlich kann es aber schon interessant sein. Habe fuer über 200 000 € zwei Fewos gebaut und bekam die Vorsteuer, fast 40 000 € zum Finanzamt zurück. Muss dafür aber 10 Jahre als Fewo vermieten. Solange die auf die miete zu zahlende UST nur 7 % beträgt, meine Vorsteuerrechnungen (Stom,Telefon etc) aber 19 % Vorsteuer enthalten, ist das ein gutes Geschäft.

    Vorsichtig aber vor sozialistischen Gesetzen in manchen Gross-Städten. Hamburg und Berlin verbieten Fewos als "Zweckentfremdung von Wohnraum" obowhl sogar der BGH festgestellt hat, dass auch Touristen in Wohnungen "wohnen". Gleichwohl droht in Hamburg Fewo-Vermietern Zwangsenteignung, der SPD sei dank.

    Lösung: 500 Meter ausserhalb der Stadtgrenzen kaufen.

  • Hi,
    Trend zu höherpreisig? Genau das Gegenteil erlebe ich als Fewo-Vermieter. Soweit es sich um Fewos in deutschen Gross-Städten handelt weise ich auf die zu zahlende UST von 7 % (19% wenn P€€r uns ruiniert) und auf die zu zahlende Bettensteuer. Irrerweise ist auf die "Bettensteuer" auch noch die UST zu zahlen.

    Zum Dank klauen angeblich "höherpreisige Mieter" auch noch Bettwäsche,Bücher. Neulich macht jemand einen Knick in den Duschschlauch und rief mich an, ich solle einen Klempner schicken.... Habe ich nicht getan und erhielt eine negative Bewertung bei Tripadvisor.

    Überhaupt: Stellen Sie sich auf einen 25-Stunden-Tag ein, wenn Sie an Touristen vermieten. Andere Lach- oder Weinnummer:Neulich rief einer an, der Staubsauger habe keine Schnur. War natürlich aufgerollt. Okay, wenn man Psychiater ist, kann man als Vermieter gute Studien machen. Sonst rate ich nur: Hände weg.

  • Ein selten dämlicher Werbeartikel, gesponsort von der IMMO-Branche. Bei der Renditerechnung kann selbst der Laie nachrechnen, dass eher ein Minus als ein Plus vor der Zahl 6 stehen müsste. Auch der Trend zu 'teurem' Urlaub ist eher gegenteilig...

  • Da fälltmir nur folgendes ein:

    ...wenn einer draufkommt und entpuppt di
    nimmst du dir einfach einen Anwalt
    der was kann halt -
    und bist schwuppti-wupp davon.

    Auch wenn die Steuerfahndung stöbert
    es gibt nichts was den Blutdruck hebet
    denn alles was ma hab'n
    des hamma sowieso scho auf d'Bahamas.

    oder halt anderswo...

    Leute Ihr habt schon einen Jammer...

  • Dann sei Ihnen dieser Artikel einer international anerkannten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft SEHR empfohlen: http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2013/04/51668/
    Was der treue schwäbische Staubklopfer Kartenberwanger hier herunterklopft, ist da geradezu anachronistisch-spießig. Außerdem soll Sylt ja immer weiter sinken, vom Meer überflutet werden. Viel Spaß beim Mainstream-Mitrennen! Kopfschüttelll...Wie es eben passt. Artikel lesen!"

  • Dann sei Ihnen dieser Artikel einer anerkannten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft empfohlen:
    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2013/04/51668/
    Was der treue schwäbische Staubklopfer Kartenberwanger hier herunterklopft, ist da geradezu anachronistisch-spießig. Wie es eben passt. Artikel lesen!

  • Viel Spass wenn unsere Verbrecherregierung dann auf die Idee kommen wird dass jeder BEsitzer solcher Immobilien ja eigentlich mehr Abgaben zahlen könnte!

    Hatten wir alles schon mal.

  • Leider ist der Markt inzwischen auch schon ziemlich heiß gelaufen.
    Ich hatte mir letztes Jahr ein Objekt auf Sylt zugelegt. Aber unter 750.000 € bekommt man dort kaum noch etwas anständiges. Und mit ein bisschen Anspruch, also sprich gute Lage, Top-Ausstattung etc., ist man ganz schnell über 1 Mio. €.

  • Es ist doch sehr erstaunlich wie diese Gesellschaft und vor allen Dingen die interessierte Klientel (Banken, Makler, Bauträger usw.) immer noch von Wachstumschancen und Altersvorsorgeplänen eingenommen ist. Dabei stellt sich die Situation schwieriger dar als in diesem Artikel beschrieben. Wir leben nämlich demographisch in einer Zeit eines Schrumpfungs- (nicht eines Wachstums-) Prozesses. Perspektivisch werden Mitte dieses Jahrhunderts nur noch 65 Mio. Menschen in Deutschland leben, so dass das Marktvolumen/-potential sich entsprechend verkleinert. Selbst touristisch starke Länder wie Dänemark haben schon Einbrüche von 10-15% bei den Buchungen Ihrer Ferienhäuser (insbesondere deutscher Kunden) im Vergleich zu der Zeit bis 2008 erlitten. Das Gerede um das sog. Wachstum ist ohnehin mit Vorsicht zu genießen. Gerade im Immobilienmarkt wird gegenwärtig eine Superblase erzeugt, die in absehbarer Zeit platzen wird. Außerdem, mal ganz ehrlich, Sie werden relativ gute Erträge zwischen Juni und September erzielen und die andere Zeit von Oktober bis Mai gammelt Ihnen die Fewo oder das Ferienhaus unterm Hintern weg, wenn Sie sie nicht ständig renovieren und sanieren. Ich wohne relativ dicht an den beiden Küsten (Nordsee und Ostsee) und schon ich, der es sich leisten könnte, komme eher selten dazu ans Meer zu fahren. Wenn Sie dann noch als Investor in München, Stuttgart oder anderswo im Binnenland Ihrem Lebensmittelpunkt haben, gute Nacht Marie. Sie werden die Immobilie eher selten, vielleicht gar nicht privat nutzen. Dafür ist der Spaß einfach zu teuer. Steuervorteile bringen in dieser Hinsicht auch nur etwas, wenn Sie gute Erträge fahren. Ansonsten verpuffen sie ...

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