Kleine Städte als Chance Es kommt nicht auf die Größe an

Investments in Kassel, Braunschweig und Jena sind nicht riskanter als in München. In kleinen und mittelgroßen Städten schwanken die Preise nämlich weniger. Wo das Geld am sichersten und die Rendite am höchsten ist:
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Ein Traum für Investoren: Bielefeld. Quelle: picture-alliance

Ein Traum für Investoren: Bielefeld.

(Foto: picture-alliance)

BerlinWer sich mit dem Gedanken trägt, sein Geld in Wohnungen zu investieren, sollte Bielefeld unter die Lupe nehmen - dort lässt sich nämlich bei ausgesprochen geringem Risiko eine hohe Rendite von gut acht Prozent erzielen. Und für Anleger, die auf Büros oder Einzelhandelsimmobilien spezialisiert sind, dürften Kassel beziehungsweise Dortmund mit Renditen von mehr als sechs Prozent pro Jahr und ebenfalls geringem Investitionsrisiko höchst interessant sein.

Das geht aus der Studie "Investitionschancen in deutschen Mittelstädten" hervor, die das Beratungsunternehmen Wüest & Partner im Auftrag des Immobilienunternehmens TLG Immobilien erstellt hat. Wüest & Partner analysierte die Wohn-, Büro- und Einzelhandelsmärkte in 25 ausgewählten deutschen Städten zwischen 100 000 und 600 000 Einwohnern. Die Researcher stellten dabei fest, dass diese mittelgroßen Städte oft ein besseres Rendite-Risiko-Verhältnis aufweisen als die sieben sogenannten A-Städte. Zu ihnen gehören München, Hamburg, Frankfurt, Berlin, Köln, Düsseldorf und Stuttgart.

Das Investitionsrisiko errechneten die Fachleute von Wüest & Partner aufgrund von Kennzahlen wie Wohnungsleerstand, Verhältnis von Wohnkosten und durchschnittlicher Kaufkraft der örtlichen Haushalte (Wohnkostenbelastungsquote) sowie der Entwicklung des Arbeitsmarkts. Bielefeld zum Beispiel schneidet im Segment Wohnen deshalb so gut ab, weil es in der westfälischen 300.000-Einwohner-Stadt zu wenige Wohnungen gibt, die demografischen Aussichten dabei aber positiv sind, Bevölkerung und Zahl der Haushalte also zunehmen werden.

Zudem besteht als Folge geringer Wohnkosten ein erhebliches Mietsteigerungspotenzial besteht. Gleichzeitig dürfen Investoren eine fast doppelt so hohe Rendite wie in München erwarten: Für Bielefeld ermittelten die Researcher eine jährliche Durchschnittsrendite für Wohninvestments von 8,3 Prozent, in München geben sich Anleger mit gerade einmal 4,5 Prozent Ertrag aus der Wohnungsvermietung zufrieden.

Lokale Expertise ist von Vorteil
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10 Kommentare zu "Kleine Städte als Chance: Es kommt nicht auf die Größe an"

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  • Ich kann nur davon abraten, als Privatmann in Bielefeld in Mietwohnungen zu investieren (ich vermiete hier seit 35 Jahren Wohnungen). Die Nachfrage nach durchschnittlichen Wohnungen ist allgemein gering. Leerstände sind angesagt, oder Zugeständnisse bei der Miete. Es gibt hier allerhand kommunale Wohnungs-Gesellschaften, die Wohnungen subventionieren, und den Markt verzerren. Die roten Socken lassen grüßen.

  • Textauszug Ende:

    Das heißt eine Region die „älter und bunter“ wird ist dann PLEITE.

    Es gibt in Sennestadt sehr gute Immobilien, die aber durch die Veränderung (höhere Ausländerzahlen und eine vergreisende Gesellschaft) ist eine Investition in diesen Gebieten nicht mehr rentabel (Leerstand) und die Verschlechterung der Lage für zu einen Wertverlust der Immobilie.


  • Dabei ist natürlich die Lage der Immobile äußerst wichtig.

    Denken sie an Sennestadt (jetzt Stadtteil von Bielefeld)

    Textauszug:

    Mitbürger aus der Gründerzeit blicken wehmütig zurück auf die Aufbruchsstimmung der 60er Jahre, auf das überall spürbare „Wir-Gefühl“, auf das blühende Leben in der jüngsten Stadt Deutschlands mit der jüngsten Bevölkerung. Das Ende der Entwicklung kam nach übereinstimmender Meinung der „Alten“ mit dem Verlust der Selbständigkeit und der Eingemeindung nach Bielefeld.


    Unbestritten ist, dass die Stadt Bielefeld Jahrzehnte lang Sennestadt als saturiert betrachtet hat und deswegen keine neuen Baugebiete ausgewiesen hat oder Infrastrukturmaßnahmen größeren Umfangs (ÖPNV, Industrieansiedlung) ergriffen hat. Doch stellen wir uns einmal vor, Sennestadt wäre als selbständige Stadt ausschließlich auf seine eigene Wirtschaftskraft angewiesen gewesen, hätte z. B. alle Sozialausgaben, alle Ausgaben für die Schulen, die Straßen und die sonstigen kommunalen Aufgaben aus eigenen Einnahmen bestreiten müssen, dann wären wir heute sicher pleite.


    Aktuell:

    Als erstes ist der demographische Aufbau der Sennestädter Bevölkerung zu nennen. Wir haben bei uns den größten Anteil von Menschen über 60 Jahren verglichen mit der Gesamteinwohnerschaft in ganz Bielefeld. Wir sind also ein überalterter Stadtteil. Gleichzeitig hat Sennestadt den größten Anteil an jungen Menschen zwischen 0 und 20 Jahren bezogen auf Bielefeld. In Sennestadt leben vergleichsweise viele Hartz IV- Empfänger und viele Menschen mit Migrationshintergrund. Auf Sennestadt trifft also in ganz besonderem Maße zu, was für die gesamte Bundesrepublik gilt: Wir werden älter und bunter.


    Textauszug Ende:

    Das heißt eine Region die „älter und bunter“ wird ist dann PLEITE.

  • Die Angabe der Quelle gehört zu einem guten Bericht (soweit die Quelle bekannt ist), das ist diesmal wieder erfolgt (Wunderbar).

    Ein paar kleine Ergänzungen zu diesem Bericht.

    Anfang dieses Jahres trafen sich in der Stadthalle Bielefeld die maßgeblichen Akteure der Bielefelder Wohnungswirtschaft.

    Dabei wurde folgendes noch einmal festgehalten. Immobilien mit einer guten Bausubstanz werden überteuert angeboten und finden dennoch ihre Käufer (Überteuerter Einkaufspreis = geringere Rendite)

    Immobilien mit einer schlechten bis mittleren Bausubstanz werden vom Markt nur widerwillig absorbiert, weil die Modernisierungskosten (besonders durch die gesetzlichen Änderungen) zu hoch sind und deswegen keine Rendite zu erwarten ist (die Wirtschaftlichkeit ist durch die Energiewende nicht mehr gewährleistet)

    Die örtlichen Baugesellschaften (Eigentümer unter andern die Stadt Bielefeld) greifen massiv durch Steuermittel in den Markt ein. Es werden hochsubventionierte Wohnungen auf den Markt angeboten, die Qualitätsmerkmale einer gehobenen Ausstattung besitzen. Das führt zu einer Verzerrung des Marktes.

    Dadurch sind private Investoren nicht mehr in der Lage diesen Standard mit einem adäquaten Mietzins (Rendite) zu erreichen.

    Der Leerstand im Raum Bielefeld zeigt aber ein verzerrtes Bild, viele Wohnungen werden aus den verschiedenen Gründen nicht mehr angeboten und trotz großer Leerstände des gemeldeten Wohnungsraums werden weiter neue Häuser gebaut und die Landschaft weiter zersiedelt.

  • Was zum Teufel ist Bielefeld?

  • gääähn....

  • Nett das mal Braunschweig erwaehnt wurde. Schoene historische Innenstadt mit riesiger Fussgaengerzone und super Einkaufsmoeglichkeiten.

  • Stimmt! Auf Jamaika steht an jeder Straßenecke ein Bob Marley,doch in der Stadt der Erbsenzähler steht an jeder Ecke ein Hans Eichel!
    Auch die Dunn's River Falls sind mir lieber als die Kaskaden!
    Naja, an der Völkerwanderung haben die Chatten auch nicht teilgenommen. So haben sie eben ein schiefes Weltbild.

    http://de.uncyclopedia.org/wiki/Kassel

  • Inzwischen weiss doch wohl jeder, dass es Bielefeld gar nicht gibt: http://de.wikipedia.org/wiki/Bielefeldverschwörung

  • Ich rate ab, in Kassel zu investieren oder sich dort niederzulassen.

    Engagements von Firmen jüngerer Zeit wählten nicht Kassel direkt, sondern immer Gemeinden im Umland aus.
    Dies hat seinen Grund.

    Gut, das Autobahnkreuz Kassel mit seinen Verbindungen ins Ruhrgebiet und Richtung Hamburg und Frankfurt, sind als Pluspunkt zu nennen.

    Wurde Kassel jahrelang seiner wirtschaftlichen Schwäche jahrelang als Zonenrandgebiet entschuldigt, so liegt es heute mitten in Deutschland. Die ökonomische Situation hat sich aber nicht groß geändert.

    Ich erwähne nur das jahrelange Drama um den Ausbau des Flughafens Kassel-Calden oder den Weiterbau der
    A49. Sehr ermunternd für Unternehmer, die investieren möchten.

    Nach wie vor sind diesselben rückständigen Politgeister am Werk, die damals schon Volkswagen nicht in Kassel haben wollten.

    Wer heute einmal durch die Innenstadt von Kassel fährt, säumen reihenweise leerstehende Geschäfte die Straßen.
    Kleinstädte wie Göttingen oder Fulda sind da attraktiver.

    Kassel? Ja, das kennt man vom vorbeifahren an der Autobahn. So sollte es auch bleiben, wenn man Geld und Nerven schonen will.

    (Und komme mir bitte keiner mit der 'Kultur', wie z.B. die documenta. Eine Kunstausstellung, die sonst niemand haben wollte).

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