Klimaschutz
Der Staat hilft Energiesparern

Für ihr ökologisches Engagement können Häuslebauer eine ganze Reihe von Fördermitteln und Zuschüssen beantragen: Zinsgünstige Kredite von der Kreditanstalt für Wiederaufbau, Bonuszahlungen von den Stadtwerken oder Prämien vom Bund. Unter den diversen Fördermöglichkeiten ist für jeden etwas dabei.

STUTTGART. Wenn schon sanieren, dann auch richtig - das sagten sich der Erkrather Unternehmer Ralf Kleyer und seine Frau, als eine neue Heizungsanlage für ihre Doppelhaushälfte nötig wurde. Sie ersetzten nicht nur den alten Kessel, sondern ergänzten die Technik auch durch Solarzellen auf dem Dach. Das Warmwasser fürs Haus wird ebenfalls mit erneuerbaren Energien aufgeheizt.

Für so viel ökologisches Engagement konnten die Kleyers eine ganze Reihe von Fördermitteln und Zuschüssen anfordern: Zinsgünstige Kredite von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Bonuszahlungen von den Stadtwerken, Prämien vom Bund. "Es lohnt sich immer, sich mit den verschiedenen Förderprogrammen vertraut zu machen", sagt Ingo Franke vom Umweltamt Essen. "Wir haben so viele verschiedene Möglichkeiten, Sanierungen zu unterstützen, dass sich jeder das Richtige herauspicken kann."

Bis zu 13 000 Euro zahlt etwa die KfW an Hausbesitzer, die ihr Eigenheim nach ökologischen Standards sanieren. Gefördert werden sowohl simple, aber teure Projekte wie der Austausch von Nachtspeicheröfen mit einer Einmalzahlung von 200 Euro pro Heizkörper als auch Zuschüsse für Experten-Gutachten vor umfangreichen Renovierungen.

Welche Sanierungsmaßnahmen am dringendsten und effektivsten sind, kann zwar am besten der Fachmann vor Ort entscheiden. "Die drei wichtigsten Punkte sind aber in den meisten Fällen die Fensterdämmung, die Dämmung der Außenwände und eine neue Heizanlage", sagt Joachim Frielingsdorf, Sprecher der Energieagentur NRW.

Damit sei der größte Teil der Energieverluste in einem Privathaus schon beseitigt. "Rund 40 Prozent der Energie fressen Heizung, Warmwasserbereitung, Beleuchtung und Elektrogeräte in Wohngebäuden. Bis zu 70 Prozent dieses Verbrauchs lassen sich durch entsprechende Modernisierungsmaßnahmen einsparen", hat die Verbraucherzentrale NRW errechnet. Und anders als früher gibt es auch Zuschüsse für Hausbesitzer, die nur eine einzige dieser Maßnahmen ausführen.

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