Konzerne sollen Immobilien verkaufen
Der Druck der Investoren wächst

Experten erwarten, dass Hedge-Fonds deutsche Konzerne zu Immobilienverkäufen zwingen. Treiber dieser Entwicklung dürfte die Einführung steuerbegünstigter Immobilienaktien sein, die den Verkauf von Gebäuden und Wohnungen am Kapitalmarkt erleichtern wird.

FRANKFURT. „Es wäre sicher eine intelligente Hedge-Fonds-Strategie, sich in die Firmen einzukaufen und sie zur Veräußerung der Gebäude und zur Ausschüttung des Erlöses zu zwingen“, sagt Markus Strietzel, Partner bei der Unternehmensberatung Roland Berger. „Es wäre das gute Recht von Aktionären, einen Konzernvorstand zum Verkauf operativ nicht benötigter Immobilien zu drängen. Im Moment sind dafür vor allem in Deutschland gute Preise zu erzielen“, sagte dazu auch ein Hedge-Fonds-Manager.

Laut einer Analyse von Credit Suisse Holt beläuft sich das Immobilienvermögen in den Bilanzen der 110 größten deutschen Unternehmen auf 191 Mrd. Euro. Aber das ist nur der Buchwert. Der Verkehrswert der Grundstücke, Bürogebäude und Werkswohnungen liegt in vielen Fällen deutlich höher. Die Experten der Immobilienbank Eurohypo beziffern den Marktwert allein der Immobilien von Daimler-Chrysler auf über 20 Mrd. Euro. Auch die Telekom, Volkswagen, RWE, Eon und Metro kommen nach Meinung der Experten jeweils auf über zehn Mrd. Euro.

Erst in den letzten Jahren machten sich Firmenchefs daran, Immobilien zu versilbern. Zu den spektakulärsten Deals gehörte der Verkauf der Immobilien der Karstadt-Quelle AG an die Goldman-Sachs-Tochter Whitehall für 4,5 Mrd. Euro. Bei der RAG erwarten Experten, dass sie sich vor einem Börsengang von Immobilien trennt.

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