Kosten und weniger Rechte
Verband erwartet schlechtes Jahr für Mieter

Steigende Kosten und schwindende Rechte: Die rund 23 Millionen Mieter in Deutschland müssen sich im kommenden Jahr nach Ansicht des Mieterbunds auf deutliche Verschlechterungen einstellen. Gerade bei Neuvermietungen stellt der Verband drastisch gestiegene Preise fest - und fordert einen Eingriff der Politik.
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HB BERLIN. Millionen Mieter in Deutschland müssen im kommenden Jahr mehr fürs Wohnen ausgeben. "In angespannten Märkten können die Kosten um bis zu zwölf Prozent steigen", sagte der Präsident des Mieterbunds, Franz-Georg Rips, der Nachrichtenagentur dpa.

Preistreiber dürfte seiner Ansicht nach vor allem die Energie werden. "Bei den Heizkosten ist kein Ende der Preisspirale in Sicht. Dem wird sich keiner entziehen können", prophezeite er, auch mit Blick auf kostenintensive Modernisierungsbemühungen vieler Vermieter. "Wer es warm in seiner Wohnung haben will, muss immer tiefer in die Tasche greifen."

Besonders kräftig werden nach Ansicht des Mieterbundschefs im kommenden Jahr Neumieter zur Kasse gebeten. "Das macht mir Sorge", betonte Rips. Nach Berechnungen seines Verbands liegen diese sogenannten Neuvertragsmieten oft zehn bis 40 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Hier sei die Politik gefragt: "Es wäre sinnvoll, eine Begrenzung zu finden, so wie es der Berliner Senat mit seiner Bundesratsinitiative vorgeschlagen hat", forderte Rips und fügte hinzu: "Diese Mieten sind die Vergleichsmieten von morgen." Die sogenannte Vergleichsmiete unterscheidet sich von Region zu Region und ist im örtlichen Mietspiegel festgehalten. Der Wert dient unter anderem als Maßstab für die Rechtmäßigkeit einer Mieterhöhung.

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  • Tja, über 10 Jahre flossen 2/3 der deutschen Ersparnisse in das Ausland!

    Da wurde halt hier zu wenig investiert.

    Mieten steigen, Autbahnen voll, bahn am Limit, Schulen marode.....

    Mal sehen, ob sich die Auslandsinvestitionen lohnen?

    Viel Spass, die inflation kommt wohl wieder.

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