Kriselnde Lage
Schottische Abspaltung gut für Londons Hausmarkt

Die schottische Unabhängigkeit würde wohl viele Finanzhäuser in die Flucht schlagen. Die Institute würden wohl neue Unterkünfte in London suchen – der Immobilienmarkt freut sich jetzt schon.
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Londons Immobilienmarkt könnte Rightmove zufolge von einem Votum für die Unabhängigkeit Schottlands profitieren, wenn einige Finanzhäuser sich daraufhin zu einem Umzug nach Großbritannien entschließen sollten.

London wäre der „logische Zielort, was mehr Beschäftigung schafft und die Nachfrage nach Unterkünften anschiebt”, erklärte Rightmove in einer monatlichen Umfrage zu den Hauspreisen. Demnach erhöhten sich die Preisforderungen für Wohnraum in der Hauptstadt von August auf September um 0,9 Prozent, womit ein drei Monate währender Rückgang sein Ende fand.

Royal Bank of Scotland Group und Lloyds Banking Group würden nach eigenen Angaben aus der Vorwoche ihren Sitz nach England verlegen, wenn die Schotten in dem Referendum am 18. September für die Unabhängigkeit stimmen sollten. Jüngste Umfragen zeigten, dass die Abstimmung knapp ausfallen könnte.

„Auch wenn das alles im Moment noch Spekulation ist, könnte der Einbruch bei den im Ausland ansässigen Käufern teilweise durch Personen und Unternehmen ersetzt werden, die aus einem unabhängigen Schottland wegziehen”, sagte Miles Shipside, ein Direktor von Rightmove. „Ihre Mittel und anvisierten Preisklammern dürften zwar nicht so hoch sein wie bei den Auslandsinvestoren, aber könnten sie nicht dennoch eine weitere Belastung für das begrenzte Wohnangebot in der Hauptstadt sein?”

Londons Immobilienmarkt hatte sich in den vergangenen Monaten abgekühlt. Die Preisforderungen liegen Rightmove zufolge nun 5,9 Prozent unter dem Hoch vom Mai. Grund dafür dürften auch die seit Anfang 2013 anziehenden Preise sein. Auslandsinvestoren machen zudem höhere Steuern und das stärkere Pfund zu schaffen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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