LEG
Wohnungskonzern hat noch mehr Appetit auf Zukäufe

Der Wohnungskonzern LEG will 2017 weitere Zukäufe ins Visier nehmen. Zuletzt hatte die LEG rund 1400 Wohnungen für 98 Millionen Euro übernommen. Laut LEG-Vorstand ist „das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht“.
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DüsseldorfDer Wohnungskonzern LEG will nach der jüngsten Übernahme von 1.400 Wohnungen 2017 weitere Zukäufe ins Visier nehmen. „Wir glauben, dass wir auf das Gesamtjahr gesehen bei den Zukäufen noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht haben“, sagte LEG-Finanzvorstand Eckhard Schultz am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

„Wir sind sehr zuversichtlich, was die weitere Entwicklung angeht.“ Kurz zuvor hatte die LEG die Übernahme von insgesamt rund 1.400 Wohnungen für rund 98 Millionen Euro verkündet. Schultz prüft derzeit „alle Optionen“ zur Finanzierung, auch Instrumente wie etwa eine Wandelanleihe stehen im Raum.

Eine Entscheidung gebe es aber noch nicht, betonte er. „Grundsätzlich steht uns die komplette Bandbreite von Finanzierungsinstrumenten zur Verfügung.“ Eine Kapitalerhöhung werde es nur dann geben, wenn die LEG sich große Portfolien einverleibe. „Die Ausgabe neuer Aktien würde nur bei größeren Zukäufen Sinn machen“, sagte Schultz.

Die LEG hatte im ersten Halbjahr bereits 2.100 Wohnungen in ihrem Kernmarkt Nordrhein-Westfalen übernommen und in der Folge ihre Prognosen erhöht. 2017 solle ein operatives Ergebnis aus der Vermietung (FFO) von 290 bis 295 Millionen Euro zu Buche stehen, zwei Millionen mehr als früher geplant, wie sie am 10. August erklärt hatte. Mit sinkendem Leerstand erwartet die LEG 2018 mindestens fünf Millionen mehr FFO von den Zukäufen.

Die in der Branche vielbeachtete Kennziffer soll dann auf 315 bis 323 Millionen Euro steigen. Nun kommen noch einmal 1400 Wohneinheiten dazu, die in Düsseldorf, Dortmund, Essen und Wuppertal liegen. 1145 der Wohnungen weisen einen Leerstand von über 30 Prozent aus, die LEG will dies ändern und so Mehrwert schaffen: „Die Akquisition jetzt wird sich auch positiv auf den FFO pro Aktie auswirken“, sagte Schultz. „Wir werden zum dritten Quartal entscheiden, ob wir die Prognose anpassen und die Effekte aus der Akquisition weitergeben.“

Das lange grassierende Übernahme-Fieber in der Branche sieht Schultz als erkaltet an. Dies sei „in den Hintergrund getreten“. Investitionen in den Wohnungsbestand stünden nun bei den Konzernen im Fokus. „Wir haben unser Investitionsvolumen deutlich aufgestockt – vor allem für energetische Sanierungen“, sagte er. Auch so lasse sich Wachstum erzielen. „Alle machen derzeit ihre Hausaufgaben und investieren in den Bestand.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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