Skeptische Schweizer
Große Teile der Bevölkerung sehen den Zustrom zahlungskräftiger Auswanderer sowieso skeptisch. Schließlich hat er erheblich zu dem massiven Anstieg der Immobilienpreise beigetragen. Häuser seien seit 2000 im Schnitt 29 Prozent teurer geworden, Wohnungen 18 Prozent, heißt es in der Crédit-Suisse-Studie "Immobilienmarkt 2007". Einfamilienhäuser im Raum Genf kosten derzeit durchschnittlich 1,6 Millionen Franken (970 000 Euro). Deutlich günstiger kommen Käufer etwa in Winterthur nahe Zürich weg, dort liegt der Durchschnittspreis bei 900 000 Franken.
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Einige Gemeinden, etwa im Kanton Wallis, haben reagiert und Ausländern den Immobilienkauf verboten. Dabei sorgen sich die Verantwortlichen nicht nur um die Preisspirale, sondern auch um die Geisterstädte: In Schweizer Skiorten sind bis zu 60 Prozent der Immobilien nur wenige Wochen im Jahr bewohnt. Bei manchem mögen auch Vorbehalte gegenüber Deutschen hinzukommen – in der Schweiz keine Seltenheit: Das Boulevardblatt "Blick" trommelte im Frühjahr mit dem Slogan "Wie viele Deutsche verträgt die Schweiz?" für Berichte zum "Reizthema Deutsche". Einer Umfrage der Zeitung zufolge finden 43 Prozent der Schweizer Deutsche "arrogant".
Künftig dürften aber noch mehr neue Bürger aus dem Norden kommen: Seit Juni gibt es in der Schweiz keine Kontingente mehr für Zuwanderer aus der EU. Bereits heute stellen die Deutschen mit 177 000 Personen die größte Ausländergruppe.
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