Londoner Finanzdistrikt
Eine neue Skyline für die City

Die Finanzmeile wirkt wie eine einzige Baustelle. Und eine ganze Reihe neuer Hochhäuser wird in den kommenden zwei Jahren rund um die "Gurke", den Londoner Hauptsitz des Versicherungsriesen Swiss Re, hinzukommen. Das von Norman Foster gestaltete Wahrzeichen der City bekommt Konkurrenz.

LONDON. Genau 530 Stufen aus Stein und Holz führen hinauf zur "Goldenen Galerie" in der Kuppel der St. Paul's Cathedral. In 85 Metern Höhe bestätigt sich eindrucksvoll, was Bus- und Taxifahrten durch die Londoner City nahe legen: Der Londoner Finanzdistrikt wirkt wie eine einzige Baustelle.

Die wichtigsten davon lassen sich leicht in einer halben Stunde abschreiten: Sie konzentrieren sich im Nordosten der City. Hier, im vom Denkmalschutz geforderten Abstand zu den historischen Wahrzeichen St. Paul's Cathedral und Tower of London, entsteht gleich eine Hand voll neuer Hochhäuser, neben Dutzenden kleinerer und mittelgroßer Projekte. Stararchitekten von Foster über Richard Rogers bis Renzo Piano schicken sich an, der City mit ambitionierten Entwürfen einen Modernisierungsschub zu verleihen.

Die bis dato weitgehend niedrig bebaute Finanzmeile bekommt ein neues Gesicht - mehr aus Platznot denn aus städtebaulichen Erwägungen heraus. Der Erfolg Londons als Kapitaldrehscheibe der Globalisierung hat den Bedarf an Büroflächen steigen lassen. "Die City wächst in die Höhe, wird dichter bebaut und dehnt sich aus", fasst Peter Bennett, Chef des Immobilien-Beraterteams der City of London Corporation, die Entwicklung zusammen. "Die neuen Hochhäuser sind ein Ausdruck der langfristigen Nachfrage", sagt er.

Dennoch ist die Mehrzahl der Bauten spekulativ: 400 000 Quadratmeter Bürofläche sind nach Zahlen des Maklers CB Richard Ellis derzeit in der City im Bau, drei Viertel davon sind ohne Mieter. Und die meisten Hochhausprojekte sind darin noch gar nicht enthalten. Im ganzen Londoner Zentrum entstehen sogar fast eine Million Quadratmeter. Laut DTZ Zadelhoff hat sich im zweiten Quartal die Fläche der begonnenen Bauten in der City gegenüber dem Vorquartal verdreifacht.

Der Optimismus der Investoren scheint keine Grenzen zu kennen. "London bietet mit steigenden Vermietungsumsätzen, rückläufigen Leerständen und einer sehr robusten Investorennachfrage günstige Marktbedingungen", urteilt die Difa Deutsche Immobilien Fonds AG, die den eleganten, 288 Meter hohen Büroturm Bishopsgate Tower plant.

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