Luxus in London

Krawalle lassen Superreiche kalt

War da was? Plündernde Banden ziehen durch London. Doch die Superreichen schert das wenig. Der Markt für Luxusimmobilien in der englischen Hauptstadt boomt. Die Preise steigen in schwindelerregende Höhen.
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Luxusapartments in Londons angesagtester Adresse, „Hyde Park One“, finden noch immer ihre Käufer. Quelle: dpa/picture alliance

Luxusapartments in Londons angesagtester Adresse, „Hyde Park One“, finden noch immer ihre Käufer.

(Foto: dpa/picture alliance)

LondonDer Immobilienentwickler Michael Spink hat gerade das denkmalgeschützte Landhaus "Park Place" im idyllischen Themsetal vor den Toren Londons für 140 Millionen Pfund an einen russischen Investor verkauft. Umgerechnet sind das aktuell rund 160 Millionen Euro. Wer genau den Rekordpreis für den Landsitz bezahlt hat, der einst für den ältesten Sohn von König Georg den II gebaut wurde, ist unbekannt.

Auch für den ukrainischen Milliardär Rinat Akhmetov war es offenbar kein größeres Problem, im April dieses Jahres 136 Millionen Pfund für sein neues Penthouse in London hinzublättern. Jeden einzelnen der 2.300 Quadratmeter der Luxuswohnung in dem Apartmentblock mit dem Namen „Hyde Park One“ ließ sich der reichste Mann der Ukraine mehr als 59.000 Pfund kosten. Das ist mehr als viermal so viel, wie sonst in den Edelstadtteilen Kensington und Knightsbridge fällig wird. Damit stellte Akhmetov einen neuen Rekord auf.

Im Wettkampf um Londons prestigeträchtigste Adresse gibt es noch einen weiteren Herausforderer: Insgesamt 300 Millionen Pfund will der Hedge-Fonds Orion in einen Gebäudekomplex namens „The Glebe“ im Nobelviertel Chelsea investieren. Die Planung für die sechs Apartments, zwei Villen plus ein Duplex-Penthouse hat das Büro des Stararchitekten Norman Foster übernommen.

Jede einzelne Wohnung soll ihren eigenen Swimmingpool bekommen und einen privaten Lift. Allein für das Grundstück in der Nähe der noblen Kings Road, wo auch Kate Middleton gerne shoppen geht, legte Orion nach Informationen britischer Medien 85 Millionen Pfund auf den Tisch.

Während in manchen Londoner Stadtteilen in den vergangenen Tagen soziale Unruhen ausbrachen, hat der Markt für Super-Luxusapartments die Krise schon lange hinter sich gelassen. Wohnungen und Häuser aus der Preiskategorie ab einer Million Pfund und im Londoner Zentrum gelegen haben seit dem Höhepunkt der Finanzkrise mehr als ein Drittel an Wert gewonnen. Allein in diesem Jahr stiegen die Preise um 9,6 Prozent, während Wohnimmobilien im Rest des Landes 0,4 Prozent an Wert verloren. Allein im Stadtteil Knightsbridge, in unmittelbarer Nachbarschaft der Nobeladresse „Hyde Park One“ wechselten in den vergangenen zwölf Monaten gut 13 Wohnungen für jeweils mehr als zehn Millionen Pfund den Besitzer.

Die Gegensätze könnten kaum größer sein
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12 Kommentare zu "Luxus in London: Krawalle lassen Superreiche kalt"

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  • Wer ist Ihrer Meinung nach die Kaste der Priveligierten in Deutschland? Vor allem angesichts der Tatsache, dass immer mehr Leistungsträger und Wohlhabende das Land verlassen. In ihrer Aussage fehlt die Logik und dominiert das Vorurteil."

  • Eine absolut Kranke Entwicklung.Wenn Cameron von einer "Kaputten Gesellschaft" spricht,kann ich dem nur Zustimmen.Mit dem einzigen Zusatz das sich die Politische Klasse nur diesem Ziel verschrieben hat.Bei uns wird geschickt kaschiert um solche Auswüchse zu verhindern.Langfristig wird sich bei uns ähnlich dem "Angelsächsischen Modell" die Kaste der Priveligierten durchsetzen zum Nachteil der Allgemeinheit.

  • Geld ist Macht und wehe der gemeine Bürger erhebt sich und fragt nach oder wehrt sich gegen die ihm auferlegte Knechtschaft. Es ist nicht anders als wie im finsteren Mittelalter.

    Das British Empire verfügt über ungeheure finanzielle Mittel und somit über ungeheuer viel Macht und die selbsternannte Oberschicht wird mit diktatorischer Härte ihre Ziele verfolgen und gegen den Willen der Bevölkerung die globale Neue-Welt-Ordnung installieren. Diese Neue-Welt-Ordnung entscheidet nämlich, was mit den Menschenmassen zu geschehen hat - die nationalen Volksregierungen sind nur deren Erfüllungsgehilfen. Wer nicht spurt, dem könnte es in ähnlicher Weise schlecht ergehen wie derzeit Japan. Man nennt das auch moderne Kriegsführung. Es gibt unterschiedliche Methoden, mit welchen man Menschen und Nationen in Angst, Schrecken und Abhängigkeit bringen kann.

    Die Leute sollten sich gegen jene zur Wehr setzen, die für ihre Knechtschaft verantwortlich sind. Wenn die Massen wogen, dann können sie auch noch was bewegen - in einem so genannten Rechtsstaat. Allein in eienr Diktatur ist das dann auch vorbei.

    Fragt sich imemr noch jemand, woher der Hass "so plötzlich" kommt?

  • "Haben wir die Entschlossenheit, dem langsamen moralischen Zusammenbruch entgegenzutreten, der in Teilen unseres Landes in den vergangenen Generationen stattgefunden hat?“, fragt Cameron. Er meint damit die viertägigen Unruhen im Land, die explodierenden Wohnungspreise stehen nicht auf der Agenda."

    So sieht es aus.

  • Es ist schon erstaunlich, dieser Londoner Immobilienmarkt. Scheint sich zu einem Rettungsanker für reiche Flüchtlinge aus Griechenland, Spanien und bald wahrscheinlich auch Italien zu entwickeln. Nachdem diese Staaten nur noch Gerippe sind, verlassen die Rattten das sinkende Schiff.

  • "Der Markt für Luxusimmobilien in der englischen Hauptstadt boomt. Die Preise steigen in schwindelerregende Höhen."

    Wunderbar, da wissen wir ja wo das ganze unproduktiv-asoziale Kapital rumlungert und wo der Gewinn des Finanzbetrugssystems abgeschöpft werden kann, statt den kleinen Mann via Staatsschulden-Zinsknechtschaft oder Sparprogrammen arm zu sparen oder gar in Existenznot zu bringen. Schön, dass das Hanselsballt langsam zu einer der Ursachen der Verschuldungskrise vorstösst, statt sich an deren Vertuschung zu beteiligen.

  • Schade, dass der Mob nicht die Häuser der Reichen angesteckt hat, sondern dass der Mob die Häuser angesteckt hat, wo er selbst drin wohnt. Wenn der Mob die Reichen in London ausgeräuchert hätte und am besten noch die Banken mit abgefackelt hätte, hätte er sogar meine Sympathie gehabt. Aber so wie es gelaufen ist, kann man sich nur vor den Kopf fassen.

  • ja, an den Film musste ich auch denken!;)

    ist das nicht der Film, indem die wenigen Überlebenden in so einer Form Mega-Luxuskomplex lebten und die Zombies diese am Ende stürmten?

    Was ich bei dem Film nicht verstanden habe ist, wieso der Boss da am Ende mit Geldkoffern flüchten wollte. Als wenn dieses Geld noch irgendwas Wert gewesen wäre...

  • Lesen Sie hierzu auch unter
    http://sieleben.wordpress.com
    Oder aber lesen Sie direkt in der Bibel nach, was Jesus (und weiter seine Apostel, NT) über unsere Zeit vorausgesagt hat in den Evangelien, und weiter im Buch der Offenbarung des Johannes, holen Sie sich ggf. Rat bei jenen Menschen, die sich genaue Erkenntnis verschafft haben durch die Bibel.

    Alles was schon vor langer Zeit geschrieben wurde reicht in unsere heutige Zeit und entspricht vollkommen der Wahrheit. Bedenken Sie: Gott lässt sich nicht spotten und all jene, die glauben, dass dieses neue gottlose und menschenverachtende System zunächst installiert werden und dann womöglich ungehindert seine giftigen Blüten treiben kann - entgegen dem Willen Gottes - und entgegen der definierten und allgemein anerkannten Menschenrechte, der irrt gewaltig. Außerdem wird der Schöpfer die vernichten, die seine Schöpfung vernichten und er wird die Erde, seine Schöpfung, jenen geben, die milgesinnt und guten Herzens sind.

    Der Mensch herrscht über den Menschen zu seinem Schaden - das war schon immer so und daran ändert sich unter dem Einfluss des Bösen auch nichts.

    Auch das mag dem einem oder anderem besorgten Mitbürger ein Trost sein.

  • Ein System, in dem die Schere zwischen arm und reich immer größer wird, neigt sich langsam aber sicher seinem Ende zu! Das haben manche Superreiche dies und jenseits des Atlantiks noch nicht begriffen. Sie sollten mal einen Blick in die Geschichte der Menschheit werfen.

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