Luxusimmobilien
Berliner City lockt Familien

Zentrale Lage in einem ruhigen Viertel: In Fußentfernung zum Gendarmenmarkt bauen 47 Eigentümer Wohnhäuser der Luxusklasse.

HB BERLIN. Der Herbstwind weht die rötlichen Blätter vom ersten neu gepflanzten Baum in einem der Gärten der "Townhouses" am Friedrichswerder mitten in Berlin. Dieses Gärtchen in teuerster Lage, auf das der Blick über Baugelände hinweg noch frei ist, gehört zum bisher einzigen bewohnten dieser Luxus-Einfamilienhäuser. Eine Familie mit drei kleinen Kindern erlebt seit Monaten, wie das Viertel wächst. Weitere Familien mit Kindern werden demnächst in der Nachbarschaft wohnen.

Wie Reihenhäuser kleben die 6,5 Meter breiten Rohbauten aneinander - nur dass sie mit vier bis fünf Geschossen viel höher sind als diese, aufwändiger gebaut und ausgesprochen individuell. Alle haben Dachterrassen, manch eines überdimensionale, runde Fenster, einen Wellnessbereich mit Whirl-Pool in der ersten Etage oder Räume mit einer Geschosshöhe von sieben Metern und Galerie. Selbstverständlich haben die Gebäude Aufzüge, manche ziert ein Vorgarten. Dieses Jahr sollen weitere bezugsfertig werden.

Die Gesamtkosten für Grundstück plus Gebäude mit Wohn- und Nutzflächen von 250 bis 500 Quadratmeter (qm) belaufen sich auf bis zu knapp eine Mill. Euro. Das schreckte Wohlhabende aus Berlin, Brandenburg, Düsseldorf oder München aber nicht ab. Binnen einer Woche gingen alle 47 Grundstücke weg, zu Quadratmeterpreisen von 800 bis 1 300 Euro, wie Projektleiter Arno Pluschke von der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft berichtet.

Zentrale Lage in einem recht ruhigen Viertel, 150 Meter zur Staatsoper, wenige Gehminuten zum eleganten Gendarmenmarkt und den Geschäften der Friedrichstraße, U-Bahn, Kindergärten, Spielplätze und Schulen in der Nähe sowie die Möglichkeit, ungewöhnliche, repräsentative Häuser zu bauen - was will man mehr? Die Eigentümer sind um die 40 oder zwischen 55 und 70 Jahre alt. Die Ärzte, Anwälte, Architekten, der Banker oder der Computerdesigner können im Erdgeschoss Praxis, Kanzlei oder Atelier betreiben. Die gewerbliche Nutzung darf aber je nach Lage 20 bis 40 Prozent der Nutzfläche nicht überschreiten.

International renommierte Architekten wie Johanne Nalbach, Bernd Albers und Klaus Theo Brenner entwerfen hier. Die Eigner konnten Architekten und Baufirmen frei wählen. Der wirtschaftliche Effekt für den Klein- und Mittelstand ist groß: 40 Architekten und unzählige Statiker, Baufirmen, Heiz- und Lüftungstechniker und sonstiges Kleingewerbe sind beschäftigt.

Auf engstem Raum ist das eine logistische Herausforderung. Daher schlossen sich einige Eigner zu Baugemeinschaften zusammen, um Kosten zu senken und sich bei Bauphasen abzustimmen, erzählt Pluschke. Zwischen Baugruben, Zementmischern und Kränen sei ein Gemeinschaftssinn entstanden. "Die 47 Eigentümer verstehen sich, bauen sich ihr Quartier und kommen alle zu Bautagen und Richtfesten."

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