Märkte in Osteuroparücken ins Blickfeld deutscher Investoren
EU-Beitritt beflügelt Märkte in Osteuropa

"Wer chancenreiche Immobilienmärkte sucht, der muss nach Osten blicken." Als Geschäftsführer der Essener Hochtief Projektentwicklung GmbH (HTP) ist Rainer Eichholz ständig auf der Suche nach interessanten Märkten. "Da liegt es nahe, dass Zentraleuropa im Fokus liegt."

DÜSSELDORF. Es sind vor allem die drei EU-Beitrittsländer Polen, Tschechien und Ungarn, in die Projektentwickler und Investoren derzeit große Hoffnungen stecken. Aber auch Russland gerät verstärkt ins Blickfeld der Branche. "Im ersten Halbjahr 2003 investierten vorwiegend deutsche und österreichische Fonds in Mittel- und Osteuropa", berichtet das internationale Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang LaSalle (JLL) in seinem aktuellen Bericht zur Lage auf den europäischen Immobilien-Kapitalmärkten. Dies werde vorerst auch so bleiben. Außerdem, prognostizieren die JLL-Analysten aus London weiter, "wird es in den kommenden zwölf Monaten in Moskau zu ersten Anlageaktivitäten kommen."

Doch das Augenmerk der institutionelle Investoren und Developer liegt auf den künftigen EU-Mitgliedern, wiewohl sie ihre Sympathien für diese Staaten erst wieder neu entdecken mussten. Weil sich die hochgesteckten makroökonomischen Erwartungen nicht bestätigten, gingen die Büromieten in den drei Hauptstädten Warschau, Budapest und Prag in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts erst einmal auf Talfahrt. Doch wieder einmal zeige sich eine altbekannte Gesetzmäßigkeit: "Kein Immobilienmarkt verharrt für immer im Abstieg", formuliert Nick Tyrrell von DB Real Estate Research in London. Inzwischen steige die Nachfrage nach Büroflächen wieder und es bestehe Hoffnung, dass sich auch das Überangebot an Flächen abbaue. Auch der Rückgang der Mieten scheint gestoppt: "In allen drei Metropolen werden sich die Spitzen-Quadratmetermieten bis Ende 2004 voraussichtlich halten", glaubt Wulff Aengevelt, geschäftsführender Gesellschafter der Düsseldorfer Aengevelt Immobilien KG.

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