Mainmetropole
Grüner wohnen im Frankfurter Rebstockpark

Im Westen der Mainmetropole entsteht ein neues Stadtviertel nach Plänen des New Yorker Architekten Peter Eisenmann. Überdies eröffnet hier pünktlich zur Fußball-WM Deutschlands größtes Ibis Hotel.

FRANKFURT. Der Frankfurter Rebstockpark ist eines der derzeit größten Stadtentwicklungsprojekte Deutschlands: Nach dem Masterplan des New Yorker Architekten Peter Eisenman entsteht auf 27 Hektar Fläche westlich der City und in unmittelbarer Nähe des Messegeländes ein neuer Stadtteil. „Er entwickelt sich zu einem der erfolgreichsten Standorte im Bereich Wohnungsbau“, resümiert schon heute Frankfurts Dezernent für Planung, Wirtschaft und Sicherheit Edwin Schwarz.

Überdies eröffnet hier pünktlich zur Fußball-WM Deutschlands größtes Ibis Hotel. Im Sommer wird dann auch der Grundstein für eine rund zwei Mill. Euro teure, erste Kindertagesstätte mit rund 100 Plätzen gelegt. Voraussichtlich im März 2007 wird sie fertig gestellt und in Betrieb genommen werden können. Spätestens 2009 soll auch ein Schulneubau entstehen. Schon am Jahresanfang wurde das erste Bürogebäude bezogen. Die Unfallkasse Hessen fand ein neues Domizil in der Leonardo-da-Vinci-Allee. Darüber hinaus haben inzwischen viele Familien ihr neues Zuhause im Frankfurter Westen bezogen. Die Nachfrage scheint auch Investoren zu überzeugen. So erwarb die Bausparkasse Wüstenrot bereits ihr zweites Grundstück auf dem Rebstock-Gelände und will dort eine weitere Wohnanlage mit insgesamt 65 Wohnungen errichten. Im August soll mit dem Bau des ersten Abschnittes begonnen werden. „Die großzügig angelegte Infrastruktur des Rebstockparks bietet auch ein Stück Lebensqualität. In Frankfurt gibt es derzeit nichts Vergleichbares“, erklärt Wolfgang Donner, Geschäftsführer der Frankfurter Bauträgergesellschaft Wüstenrot Haus- und Städtebau, die Investmententscheidung. Insgesamt hat Wüstenrot mittlerweile 70 ihrer Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen im Rebstockpark verkauft. Die Käufer bewohnen die Apartments, alle in Größen zwischen 55 und 105 Quadratmetern, überwiegend selbst. Im Durchschnitt kostet der Quadratmeter einer Wohnung rund 2 500 Euro. Ebenso eifrig zeigte sich auch die Wiesbadener WM-Bauträger GmbH. Nachdem bereits 123 Eigentumswohnungen fertig gestellt wurden, startete der Investor im vergangenen Jahr mit dem Bau von weiteren 80 Wohnungen zwischen 75 und 160 Quadratmetern.

Der dritte Wohnungsbau-Investor indes, die Zurich Group Invest Europe, plant derzeit keine weiteren Gebäude auf dem Rebstockgelände. Allerdings steht ihr Gebäudekomplex, ein U-förmig angeordnetes Objekt aus fünf Wohnhäusern mit immerhin 132 Eigentumswohnungen, bereits. „Aktuell sind nach noch nicht einmal zehn Monaten schon 43 Einheiten verkauft“, sagt Dirk Mitter, Sprecher der Zurich Group. Im Mittel liegen die Preise bei 2 360 Euro pro Quadratmeter. Die günstigste Wohnung gibt es ab 106 000 Euro. Auch für die Zurich Group war die Lage ausschlaggebend für ihr Investment, wie Mitter bestätigt: „Das Rebstock-Gelände ist ein attraktiver Standort für Wohnbauentwicklungen: Citynah, gute Infrastruktur, hoher Erholungswert, gute Verkehrsanbindung und die zentrale Lage im Stadtgebiet.“ Ob mit Auto, Straßenbahn oder Bus, die Bewohner sind in einer Viertelstunde am Römer oder auf der Zeil.

Einige der Gebäude grenzen zudem direkt an den neu angelegten 75 000 Quadratmeter großen Landschaftspark mit Alleen, Obsthainen, Spielflächen und Liegewiesen. In unmittelbarer Nähe befinden sich Rebstockweiher und das Rebstockbad. So viel Grün in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum erhöht die Attraktivität zumal für Frankfurter Käufer, die sonst gern ins Umland ausweichen (siehe „Fünf Fragen“). „Damit bietet das Gelände die Möglichkeit, Beruf und Privatleben, Wohnen, Arbeiten, Erholen und Erlebnis flexibel, bequem und mobil zu gestalten“, lobt Michael Knisatschek, Geschäftsführer der Rebstock Projektgesellschaft, das eigene Projekt.

Und ganz in der Nähe, auf dem Gelände des Güter- und Rangierbahnhofs, soll im nächsten Jahr der erste Spatenstich für ein weiteres Frankfurter Großprojekt erfolgen: das neue Europaviertel. Es wird auf einem 90 Hektar großen Gelände nach Plänen des Architektenbüros Albert Speer & Partner auf Grundstücken der Aurelis Real Estate GmbH & Co. KG und der Vivico Real Estate GmbH errichtet werden. Binnen zehn bis 15 Jahren sollen dort Büros, Einkaufszentren und Freizeiteinrichtungen sowie Wohnungen entstehen. Das Investitionsvolumen wird auf vier bis fünf Mrd. Euro geschätzt.

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