Manche Verfahren dauern bis zu drei Jahre
Bundesweit weniger Immobilien-Zwangsversteigerungen

Bei Zwangsversteigerungen von Immobilien hat im 1. Halbjahr 2008 eine rückläufige Tendenz eingesetzt.

dpa HAMBURG/RATINGEN. Die Zahl der Termine, bei denen Häuser, Eigentumswohnungen oder Grundstücke an Amtsgerichten unter den Hammer kamen, war in den ersten sechs Monaten mit 45 988 um 2,9 Prozent niedriger als im Vorjahreshalbjahr. Das teilte der Fachverlag Argetra GmbH am Montag mit, der einen entsprechenden Kalender führt. Auch bei den Verkehrswerten der Objekte setzte sich ein Rückgang fort: Sie gingen insgesamt um 6,2 Prozent auf rund 8 Milliarden Euro zurück. Die niedrigere Bewertung sage allerdings nichts über die Qualität der Angebote aus, hieß es.

Ein weiterer Vorjahrestrend hat sich laut Fachverlag auch 2008 fortgesetzt: Während es in den alten Bundesländern zu 1,3 Prozent mehr Terminen kam, nahmen sie in ostdeutschen Ländern überwiegend zweistellig ab (minus 11,3 Prozent).

Dies bedeute aber nicht, dass für alle Objekte ein neuer Eigentümer gefunden wurde. Vielmehr seien auch unveräußerliche Objekte aus den Verfahren genommen worden. Die zeitliche Spanne zwischen der Beschlagnahme eines Objektes und eines ersten Versteigerungstermins liege bundesweit zwischen 347 Tagen (Rheinland-Pfalz) und 586 Tagen (Thüringen). Ein gesamtes Verfahren könne von durchschnittlich etwa eineinhalb Jahren bis zu fast drei Jahren dauern.

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