Mehr Wohnraum in der City: Hamburger Innenstadt soll bewohnbarer werden

Mehr Wohnraum in der City
Hamburger Innenstadt soll bewohnbarer werden

Immer mehr Einwohner, immer höhere Mieten - aber deutlich zu wenig Wohnungen. Für Kapitalanleger ist Hamburg ein gutes Pflaster, für Normalverdiener weniger. Das soll sich jetzt ändern, wenn es nach der Stadt geht.
  • 1
Hamburg

Schöne Aussicht, Harvestehuder Weg oder Strandkai - wer in diesen Hamburger Edellagen eine Luxuswohnung mit Wasserblick sucht, bekommt beim Besichtigungstermin seine Mitinteressenten nur selten zu Gesicht. Ganz anders, wer zur Besichtigung einer Zwei-Zimmer-Wohnung in die Osterstraße nach Eimsbüttel oder die Planckstraße in Ottensen kommt. Hier schleusen Vermieter im 15-Minuten-Takt Scharen von Bewerbern durch die Räume.

Das ist die Kehrseite der wirtschaftlich prosperierenden "wachsenden Stadt" - Hamburgs Wohnungsmarkt ist in Schieflage geraten. 70.000 Einwohner mehr als vor zehn Jahren zählt die Hansestadt heute. Pro Jahr kamen aber gerade einmal 3.000 neue Wohnungen dazu. Das Ergebnis: Nirgendwo in Deutschland fehlen so viele Wohnungen wie an der Elbe. Carsten Rieckhoff, Leiter Research des Hamburger Immobilienberatungsunternehmens Engel & Völkers, hat sogar ein Wohnungsdefizit von 90.000 Einheiten errechnet.

Für Kapitalanleger ist dies eine gute Nachricht: Mietwohnhäuser oder "Zinshäuser", wie sie in Hamburg genannt werden, bieten auch in Zukunft nachhaltig sichere, kalkulierbare Einnahmen, sagt Sven Odia, Vorstandsmitglied von Engel & Völkers. Denn in Hamburg wird - wie in den meisten deutschen Großstädten - mehr gemietet als gekauft. Die Eigentumsquote erreicht gerade einmal 22 Prozent, bundesweit sind es 43 Prozent. Und: Bestandswohnungen erzielten seit 1996 eine durchschnittliche Jahresrendite von 3,8 Prozent.

Dafür akzeptieren Investoren allerdings auch vergleichsweise hohe Preise, vor allem in beliebten Stadtteilen wie Eimsbüttel, Winterhude und Eppendorf. Hier sind Anleger bereit, mehr als das 25-Fache einer jährlichen Kaltmiete als Kaufpreis zu zahlen. Wer günstiger einsteigen möchte, weicht in B-Lagen wie Wandsbek oder Lokstedt aus.

Seite 1:

Hamburger Innenstadt soll bewohnbarer werden

Seite 2:

Kommentare zu " Mehr Wohnraum in der City: Hamburger Innenstadt soll bewohnbarer werden"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Große Politik macht man mit kleinen Bürgern.

    Womit wird ein Haus bezahlt? Es wird über die Mieteinnahmen bezahlt! Nicht selten sind die Gesamtkosten deckungsgleich mit einer Kapitalisierung der Mieten.
    Legt man das zugrunde und gibt man dem "Mieter" das Kaufgeld ohne Eigenkapitalnachweis und regelt den Abtrag über die Vergleichsmiete, dann ist nur der mögliche Mietausfall abzudecken. Da der Staat/Kommune im Bedarfsfall die Miete übernimmt, braucht er gegenüber der finanzierenden Bank lediglich eine entsprechende Verpflichtungserklärung abgeben. Dieses Modell wurde nach der Revolution 1848 zur Ankurbelung der brachliegenden Wirtschaft angewendet.
    Die Steuereinnahmen betragen rund 50% der Gesamtkosten und zusätzlich fallen die Kosten für Müßiggang.
    Unsere Ahnen waren schlauer als unsere Politikgrößen; nichtwahr?
    Eine Mischung aus Wohnen und Dienstleister ist zu wenig. Produktionsstätten gehören aus Gründen der Wechselbeziehungen unbedingt dazu.
    Das von mir entwickelte Modell ist für ein Hochwasser bis zu 6 m gut.

    http://www.bps-niedenstein.de/

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%