Mehrwertsteuererhöhung
Experten warnen vor übereilten Bauvorhaben

16 oder 19 Prozent Mehrwertsteuer: Das macht bei einem Haus, das 200 000 Euro plus Mehrwertsteuer kostet, immerhin 6 000 Euro aus. Für viele ist das ein Grund, ein ohnehin geplantes Bauvorhaben noch in diesem Jahr zu verwirklichen, ergab eine Umfrage des Immobilienportals Immowelt.de.

HB NÜRNBERG. Demnach möchte fast jeder sechste Bauwillige sein Bauvorhaben auf 2006 vorschieben. Doch wer jetzt in Eile den Hausbau durchzieht, sollte genau den Bauvertrag prüfen und sich gegen mögliche Fallstricke absichern. Denn in manchen Konstellationen spart der eilige Bauherr keinen Cent, mahnt der Verein „Wohnen im Eigentum“.

So sollten Bauherren die Verträge von Bauträgern oder Fertighausanbietern vor allem in Hinblick auf Preiserhöhungsklauseln, Fertigstellungstermine, Bauqualität und fehlende Leistungen prüfen. Denn wird das Haus zum Festpreis verkauft, entgegen der Planung aber nicht mehr in diesem Jahr fertig gestellt, so kann dies teuer werden. Enthält der Vertrag eine Mehrwertsteuer-Preisanpassungsklauseln, so muss der Bauherr in diesem Fall die höhere Mehrwertsteuer für die Gesamtsumme mit der Schlussrechnung an den Bauträger bezahlen - und dies auch dann, wenn das Gros der Arbeiten bereits 2006 erledigt und bezahlt wurde. Wurde dagegen ein Festpreis ohne Mehrwertsteuer-Preisanpassungsklausel vereinbart, trägt der Bauträger das Risiko der höheren Steuer, so denn die Fertigstellung 2006 nicht mehr klappt.

Anders sieht es aus, wenn einzelne Leistungen separat an unterschiedliche Bauunternehmen vergeben und von diesen abgerechnet werden. Dann ist für die Rechnungen, die noch 2006 gestellt werden, der Mehrwertsteuersatz von 16 Prozent fällig. Die Rechnungen von anderen Handwerkern, die erst 2007 gestellt werden, werden dann mit 19 Prozent versteuert. Der Nachteil: Für die einzelnen Gewerke gibt es dann unterschiedliche Verjährungsfristen.

Der Verein „Wohnen im Eigentum“ bezweifelt übrigens, dass in jedem Fall tatsächlich viel Geld gespart werden kann, wenn der Bau vorgezogen wird. Die Vermutung der Experten: Manche Bauträger werden bereits jetzt die Preise erhöht haben. Angesichts intransparenter Festpreise sei dies jedoch nicht unbedingt für jeden erkennbar. Der Tipp der Fachleute: Wer jetzt bauen will, sollte einen ganz konkreten Fertigstellungstermin vereinbaren und Preiserhöhungsklauseln für eine Mehrwertsteueranhebung aus Festpreisverträgen streichen lassen.

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