Mieten in Deutschland: Wer selten umzieht, wohnt billiger

Mieten in Deutschland
Wer selten umzieht, wohnt billiger

Extreme Mietsteigerungen in begehrten Großstadt-Vierteln versetzen Mieter in Angst – doch das ist nur ein Ausschnitt der Realität. Wer lange in seiner Wohnung bleibt, muss kaum Mietsteigerungen fürchten.
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HamburgDie Mieten in Deutschland sind im vergangenen Jahr im Durchschnitt lediglich um 1,3 Prozent gestiegen. Das entspreche ungefähr dem Anstieg des Vorjahres 2012 von 1,2 Prozent, teilte das Forschungs- und Beratungsunternehmen F+B am Dienstag in Hamburg mit. F+B wertet die amtlichen Mietspiegel in Deutschland aus. Daran lässt sich ablesen, wie die Mieten sich entwickeln. Bei Neuvermietungen in Ballungsräumen sind die Mietsteigerungen oft weit höher. Die durchschnittlichen Bestandsmieten werden durch langfristige Mieter stabilisiert, die in der Regel deutlich weniger zahlen als Neumieter. Zudem steigen die Mieten außerhalb von Ballungsräumen kaum.

Mit weitem Abstand die höchsten Mieten wurden 2013 wie schon in den Vorjahren in München bezahlt. Mit einer Kaltmiete von 10,25 Euro je Quadratmeter liegt die bayerische Landeshauptstadt um 65 Prozent über dem deutschen Durchschnitt von 6,21 Euro je Quadratmeter, wie F+B ermittelte. Die Ballungsräume Stuttgart, Köln, Frankfurt und Hamburg liegen mit Kaltmieten zwischen 8,18 Euro und 7,53 Euro je Quadratmeter in einigem Abstand zu München auf den nächsten Plätzen.

„Das spiegelt die Wohnungsmarktsituation in den Wirtschaftsmetropolen Deutschlands wider“, sagte Geschäftsführer Michael Clar. „Ein attraktives Arbeitsplatzangebot zieht mehr neue Wohnungsnachfrager an, der Wohnungsmarkt wird enger und die Mieten steigen.“ Günstige Mieten sind vor allem in ostdeutschen Großstädten zu beobachten. Erfurt und Jena liegen mit 6,20 Euro je Quadratmeter noch im Durchschnitt. Schwerin und Dresden liegen mit 5,54 und 5,46 Euro deutlich darunter.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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