Immobilien
Mietnomaden: Ärgernis, aber kein Massenphänomen

In den meisten Fällen sind reale Zahlungsschwierigkeiten der Mieter Ursache für Mietrückstände. Doch bisweilen sind betrügen auch Mietnomaden Vermieter. Dies sind Einmietbetrüger, die eine Wohnung anmieten und nicht vorhaben, Miete zu zahlen.

Ein Massenphänomen sind Mietnomaden laut einer Umfrage des Immobilienverbands Deutschland (IVD) zwar nicht. Dennoch haben etwa die Hälfte der befragten Verwalter bisher Erfahrungen mit Einmietbetrügern gesammelt. Für die Umfrage wurden Hausverwaltungen befragt, die einen Wohnungsbestand von über 500.000 Einheiten repräsentieren. Professionelle Hausverwaltungen betreiben üblicherweise einen hohen Aufwand bei der Selektion der Mietinteressenten, um dem Mietausfallrisiko vorzubeugen.

Mietnomaden werde es laut IVD aufgrund der mieterfreundlichen Gesetzgebung zu einfach gemacht. In der Regel erhielte der Eigentümer bei Durchführung und Vollstreckung einer Räumungsklage erst nach anderthalb Jahren, in Extremfällen erst nach zwei Jahren seine Wohnung zurück. Mietnomaden taktieren in der Regel sehr geschickt und nutzen gesetzliche Lücken aus: eine Rate der Kaution und eine Monatsmiete werden meist bezahlt. Doch weitere Zahlungen bleiben aus. Es folgen Mahnung und Zahlungsklage. Zum ersten Verhandlungstermin vor Gericht erscheine der Nomade nicht - gegen das Versäumnisurteil lege er nach den Erfahrungen des IVD jedoch Rechtsmittel ein. Vorwand: angebliche Wohnungsmängel. Die Räumung der Wohnung erfolgt dementsprechend nach langem hin und her mit zeitlichem Verzug.

Das beste Mittel gegen Einmietbetrug sei es, sich vor Vertragsabschluss so genau wie möglich über den Mietinteressenten zu erkundigen, Der IVD empfiehlt, sich Gehaltsabrechnungen und eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des vorherigen Vermieters vorlegen zu lassen. Zusätzlich sei eine Schufa-Selbstauskunft des Interessenten empfehlenswert.

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