Nach Allbau-Kauf
Patrizia will Südewo-Milliarden bald investieren

Kräftig Kaufpotential nach Verkauf: Das Immobilienunternehmen Patrizia will sein Milliardenkapital aus dem Südewo-Verkauf an Allbau schon bald wieder ausgeben. 1,9 Milliarden Euro warten auf einen Verwendungszweck.
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FrankfurtDer Wert des Immobilienbestandes der Augsburger Patrizia Immobilien soll trotz des milliardenschweren Verkaufs der knapp 20.000 früheren LBBW-Wohnungen in diesem Jahr wachsen. „Der mit der Veräußerung verbundene Abfluss um 1,6 Milliarden Euro wird über bereits getätigte sowie neue Akquisitionen kompensiert werden“, erklärte das Unternehmen.

Patrizia hatte für das laufende Jahr einen Zuwachs des verwalteten Bestandes von zwei Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Augsburger hatten kürzlich von zwei Fonds aus Norwegen und Schweden ein Paket von 14.000 Wohnungen in Deutschland für 900 Millionen Euro erworben.

Wann sich die geplanten Erlöse aus dem Verkauf eines Teils dieses Wohnungsbestandes einstellten, sei aber noch unsicher. In diesem und im nächsten Jahr werde Patrizia zusammen 200 Millionen Euro operativen Gewinn erwirtschaften. Bisher hatte das Unternehmen für 2015 allein nur rund 55 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die im Kleinwerteindex SDax notierte Patrizia-Aktie legte gegen den Markttrend 1,3 Prozent zu.

Patrizia hatte sich in der Nacht zum Montag von der Süddeutsche Wohnen (Südewo) getrennt. In ihr sind die Wohnungen in Baden-Württemberg gebündelt, die Patrizia zusammen mit fünf großen Versicherern 2012 für 1,4 Milliarden Euro von der Landesbank Baden-Württemberg gekauft hatte.

Drei Jahre später kassieren die Eigentümer 1,9 Milliarden Euro von der Deutschen Annington. Die Augsburger holen sich in der Regel Co-Investoren ins Boot, übernehmen selbst nur kleine Anteile und beschränken damit ihr Risiko.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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