Nachfrage übersteigt Angebot
Fonds kaufen auf der iberischen Halbinsel ein

Die deutschen offene Immobilienfonds haben in den vergangenen Jahren kräftig in Spanien investiert. In den Jahren 2002 und 2003 waren vor allem SEB, Deka und DB Real Estate aktiv.

Die Anlagegelder aus dem Ausland sind mit dafür verantwortlich, dass die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt noch immer das Angebot übersteigt und die Preise hochtreibt. Die steigenden Preise haben spanische Unternehmen wie die Bank BBVA und Telefónica inspiriert, ihren Immobilienbestand in den Innenstädten massiv zu veräußern und dank der großen Nachfrage hohe Gewinne einzufahren. "Dadurch sind seit dem Jahr 2000 sehr interessante Objekte auf den Markt gekommen", sagt der Madrider Rechtsanwalt Stefan Meyer, dessen Kanzlei auf Immobilienrecht spezialisiert ist. Neben dem Einzelhandelssektor sind Hotels und Logistikgebäude interessant. Für die Immobilienberatungsfirma Atis Real Auguste-Thouard sind vor allem Barcelonas Hotels attraktiv. Am wachsenden Markt für Logistikimmobilien ist zurzeit der offene Immobilienfonds SEB Immoinvest interessiert.

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Alexander Regnauer, bei der DB Real Estate für den Einkauf in Südeuropa zuständig, hält den iberischen Gewerbeimmobilienmarkt insgesamt für einen der interessantesten in Europa: "Die spanische Gesellschaft ist jünger als die deutsche, das kurbelt den Konsum an." Für Regnauer sind zukünftig vor allem die kleinen und mittelgroßen spanischen Städte interessant. Dort bestehe noch großer Nachholbedarf. Der offene Immobilienfonds DB Grundbesitz-Invest, der ungefähr fünf Prozent seiner Mittel auf der Iberischen Halbinsel geparkt hat, zählt derzeit unter anderem das Shoppingcenter Gran Vía in Alicante zu seinen spanischen Objekten. Die SEB hat in Alcoy, in der Nähe von Alicante, im vergangenen Jahr ein 16.200 Quadratmeter großes Einkaufzentrum erworben.

"An dem spanischen Markt kommt auch in Zukunft keiner vorbei. Alle großen offenen Immobilienfonds sind hier bereits auf irgendeine Weise vertreten", meint Regnauer, der in den nächsten Jahren weiter mit durchschnittlichen Renditen zwischen fünf und 7,5 Prozent je nach Immobilie und Standort rechnet.

Quelle: Handelsblatt Nr. 231 vom 26.11.04 Seite 41

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