Nachrichten

_

Angeschlagener Immobilienkonzern: IVG erhöht Druck auf Gläubiger

Milliarden-Schulden und tiefrote Quartalszahlen lasten seit Monaten auf dem Immobilienkonzern IVG. Jetzt hat das Unternehmen Berechnungen über mögliche Zahlungsausfälle im Falle einer Insolvenz vorgelegt.

Hochhaus-Fassade in München: Der Immobilienkonzern IVG kämpft ums Überleben. Quelle: dpa
Hochhaus-Fassade in München: Der Immobilienkonzern IVG kämpft ums Überleben. Quelle: dpa

BonnDer ums Überleben kämpfende Immobilienkonzern IVG versucht bei den Verhandlungen über einen Schuldenschnitt den Druck auf die Gläubiger zu erhöhen. Das Unternehmen veröffentlichte Berechnungen über mögliche Zahlungsausfälle im Falle einer Insolvenz und warnte zudem vor hohen Verlusten im zweiten Quartal.

Anzeige

Bei einer Pleite würden beispielsweise die Inhaber einer Hybridanleihe über 400 Millionen Euro leer ausgehen, teilte das Unternehmen in Bonn mit. Zudem müssen sich die Eigentümer einer Wandelanleihe sowie die Gläubiger einer Kreditlinien mit einem Volumen von 1,35 Milliarden Euro auf hohe Verluste einstellen.

Ergebnisse des Zensus Wie die Deutschen wohnen

  • Ergebnisse des Zensus: Wie die Deutschen wohnen
  • Ergebnisse des Zensus: Wie die Deutschen wohnen
  • Ergebnisse des Zensus: Wie die Deutschen wohnen
  • Ergebnisse des Zensus: Wie die Deutschen wohnen

IVG hatte Ende Mai angekündigt, dass die Schulden um bis zu 1,75 Milliarden Euro oder rund 40 Prozent gesenkt werden müssen, um überleben zu können. Da der Vorstand den Anteilseignern bei der Hauptversammlung Ende August ein neues Finanzkonzept vorlegen will, steht IVG bei den Verhandlungen unter Zeitdruck. Die Gespräche sind kompliziert, da die einst kreditgebenden Banken ihre Pakete zum Teil an Finanzinvestoren verkauft haben.

Das Unternehmen, das sich vor allem mit dem Prestigeobjekt „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen verhoben hat, warnte zudem vor erneut tiefroten Zahlen im zweiten Quartal und präzisierte erstmals den notwendigen Abbau von Stellen. So müsse die Zahl der Mitarbeiter bis Ende 2017 auf 400 sinken, um die Kosten in den Griff zu bekommen. Das wären rund ein Viertel weniger als Ende März. 2006 hatte die Gesellschaft noch mehr als 800 Mitarbeiter.

  • 13.07.2013, 11:54 UhrLudwig500

    So ein Mist aber auch. Investoren und Schuldenschnitt, das passt gar nicht zusammen. Es muss ein Rettungsschirm her. Irgendwer muss doch dafür sorgen, dass Investments sicher bleiben. Im Interesse der Gläubiger, vor allem aber im Interesse des Systems, denn:

    "Die Gespräche sind kompliziert, da die einst kreditgebenden Banken ihre Pakete zum Teil an Finanzinvestoren verkauft haben."

    Damit wird die Sache systemrelevant.

  • 13.07.2013, 13:12 Uhreksom

    Lass jede Firma, jede Bank, jede Fehlinvestition von gierigen uns nimmersatten Anlegern immer pleite gehen, damit endlich jeder kapiert, wo, wie, wann, bei wem und richtig investiert wird!

  • 13.07.2013, 13:44 UhrRoothom

    angeblich haben die finanzierungen von ivg einen ltv von 70%. wie das zu den nun ermittelten ausfallquoten passt, ist mir völlig unklar. vielleicht sollta man da ja mal schauen, ib die bilanzansätze und veröffentlichungen in der vergangenheit den realen werten entsprochen haben - mit allen entsprechenden konsequenzen natürlich.

    sehr beachtlich ist auch der text der gestrigen veröffentlichung. wenn die verantwortlichen bei ivg in denselben schachtelstruktueren denken, wie sie ad-hoc-mitteilungen schreiben, dann erklärt das einiges...

  • Die aktuellen Top-Themen
Börse New York: Die Fed-Rally ebbt ab

Die Fed-Rally ebbt ab

Die Niedrigzins-Party findet ihr Ende. Die Wall Street profitierte nur zu Handelsbeginn von den Aussagen Yellens. Konjunkturdaten stehen keine an, und auch Impuls des Hexensabbats verpufft – was bleibt, ist Ruhe.

Mit negativem Ausblick: S&P senkt Kreditwürdigkeit der Ukraine

S&P senkt Kreditwürdigkeit der Ukraine

Standard & Poor's senkt die Kreditwürdigkeit der Ukraine. Zudem betont die Ratingagentur einen negativen Ausblick für das angeschlagene Land. Droht schon bald die nächste Herabstufung oder gar ein Zahlungsausfall?

Ratgeber Immobilien

Der Traum vom Eigenheim ist so real wie lange nicht: Niedrige Zinsen und hohe Wertsteigerungen machen den Kauf einer Immobilie attraktiv. Der Handelsblatt-Online-Ratgeber zur privaten Immobilie zeigt, welche Objekte sich Bauherren leisten können, welche Finanzierung passt und welche Rechte Mieter und Vermieter haben. Mehr…

  • Depot-Contest
  • ANZEIGE
Depot-Contest : Wer am meisten aus Geld macht

Wer am meisten aus Geld macht

Welcher Vermögensverwalter ist der beste? Finden Sie es heraus: Wir lassen 21 Profis beim DAB-Depot-Contest gegeneinander antreten.

  • Bausparrechner

    Der Bausparberater hilft den passenden Bausparvertrag zu finden.

  • Finanzierungsplanung

    Der Kassensturz zeigt, wie viel Kredit sich Immobilienkäufer leisten können.

  • Baugeld-Vergleich

    Die individuell günstigsten Anbieter von Baufinanzierungen im Vergleich.

  • Forward-Darlehen

    Die besten Konditionen für die Anschlussfinanzierung: Bis zu fünf Jahre vor Ablauf der Zinsbindung.

  • Wohnriester-Vergleichsrechner

    Welche Bauspartarife mit Riesterförderung Top sind, zeigt der Vergleichrechner.

  • Eigenheim-Rechner

    Der Rechner zeigt, welche Raten sich Immobilienkäufer bei Kredit leisten können.

  • Notar- und Grundbuchrechner

    Die Nebenkosten machen beim Immobilienkauf einige tausend Euro aus. Wie viel Sie zahlen müssen.

  • Tilgungsrechner

    Der Rechner zeigt, wie die Restschuld bei Baudarlehen sinkt und wie sich Sondertilgungen auszahlen.

  • Zinsentscheidung

    Immobilienbesitzer können ausrechnen, ob sie Kredite kurz- oder langfristig festschreiben sollten.

  • Angebotsvergleich

    Niedrige Zinsen sind nicht alles. Vergleichen Sie die Baugeld-Offerten von mehreren Banken.

  • Alle Rechner und Tools

    Übersichtsseite aller Rechner, Vergleiche und Tools für Finanzen, Immobilien, Jobs und vieles mehr.

  • Weitere Tools anzeigen