Was für eine schwachsinnige Aussage (und das im Handelsblatt)!
"Doch die niedrigen Zinsen haben Tücken: Wenn die monatlichen Raten an die Bank niedriger ausfallen, verlangsamt sich auch die Tilgung des gesamten Darlehens."
Warum sollen niedrigere Zinsen zu niedrigerer Tilgung führen?! Das Gegenteil ist der Fall. Wenn ich eine jährliche Tilgung von 5% zzgl. ersparter Zinsen wähle, dann:
a) tilge ich ab dem zweiten Jahr bei niedrigem Zinssatz mehr als bei höherem Zinssatz
b) habe ich bei niedrigem Zinssatz eine niedrigere Rate. D.h. ich kann, wenn ich von einer festen monatlichen Belastung ausgehe bei niedrigen Zinsen einen höheren Tilgungssatz annehmen.
Insofern ist die Kernaussage des Artikels das niedriegere Zinsen zu längerer Laufzeit des Darlehens führen grundsätzlich falsch!
@mezzoforte
richtig erkannt. Wollen die die Leute verblöden?
Nachrechnen kann man es zB hier: http://www.immobilienscout24.de/de/baufinanzierung/baufinanzierungsrechner/darlehensrechner.jsp
Manchmal hilft etwas nachdenken,obwohl der intellektuelle Anspruch zum Verstehen des Inhaltes so hoch ja nicht gerade ist.
Natürlich ist die Aussage des Artikels nicht schwachsinnig, jedoch ist Ihr Kommentar unsinnig.
Es ist doch ganz einfach: Wenn ich bei einem Darlehen, dass mit z.B. 10% verzinst wird und ich zahle 10% zurück, dann muss ich für diese 10% des Darlehen ja keine Zinsen mehr bezahlen. Bei einem Annuitätendarlehen bleibt die Rate gleich, also wird der Abtrag um den den Betrag der Zinsersparnis auf den Rückzahlungsbetrag geringer. Dass die Zinsersparnis bei einem Zinssatz von 10% höher sein wird, als bei einem Zinssatz von 3%, dürfte sich auch Ihnen erschließen, oedr?
Bei einem Zinssatz von 3% hätte ich (bei Ihrem Beispiel) ja schon 17% des Darlehens zurückgezahlt statt nur 10%. Somit sind zwar die eingesparten Zinsen zweiten Jahr niedriger als bei einem Zinssatz von 10%, die Tilgung ist aber in jedem Jahr höher was zu einer insgesamt niedrigeren Laufzeit führt.
Kaufen sie ein neues Auto eigentlich lieber bei einem Händler der ihnen 5% Rabatt auf einen Preis von 20,000€ gibt oder bei einem der Ihnen 20% Rabatt auf einem Preis von 30,000€ gibt? Laut Ihrer Logik bei letzerem, weil sie da ja mehr eingespart haben.
Welcher Praktikant hat bitte diesen Artikel geschrieben? Details stimmen zwar, aber der Tenor ist völlig sinnlos. Auch bei einem Annuitätendarlehen tilgt man über den Tilgungsanteil und der kann gleich bleiben, egal wie hoch die Zinsen sind. Deswegen heisst es auch "Annuitätsrate" und nicht "Zinsen". Der Betrag der Annuitätsrate ist immer gleich und besteht über die Laufzeit aus variablen Anteilen von Zinsen und Tilgung.
@mezzoforte und Rudy_F.
Viele Kunden, und Sie beiden auch, die ein Darlehen für eine Immobilie aufnehmen, wissen nicht, dass sie für die Rückzahlung eines Annuitätendarlehens bei gleicher Tilgung immer mehr Zeit brauchen, wenn der Zinssatz niedrig ist. Das ist ja auch die Kernaussage des Artikels., die Sie leider nicht beachtet haben.
Das klingt vielleicht erstmal absurd, ist aber mit einer einfachen finanzmathematischen Rechnung zu begründen. Bei einem Annuitätendarlehen hat der Darlehensnehmer eine Rate, die monatlich gleich ist und die sich aus den Zinsen und aus der Tilgung zusammensetzt. Weil der Anteil der Tilgung mit der bestehenden Restschuld verrechnet wird, wird der Zinsanteil an der Rate mit jedem Monat kleiner, der Anteil der Tilgung hingegen wird größer.
Demzufolge zieht dieses nach sich, dass je kleiner der Zinssatz ist, die Ersparnis aus der jeweiligen Tilgung ebenfalls kleiner wird bzw ist und sich deshalb die Laufzeit für die Rückzahlung insgesamt entsprechend verlängert - gegenüber einem Darlehen mit einem hohen Zins, wo dann später mehr "Platz" für den Tilgungsanteil ist. In einer Beispielrechnung stellt sich das wie folgt dar, bei einem Zins von 7 Prozent und einer anfänglichen Tilgung von nur 1 Prozent werden für die Rückzahlung des Kredites etwa 30 Jahre benötigt. Beträgt der Nominalzins hingegen nur 5 Prozent und die Tilgung liegt auch bei 1 Prozent dauert die Rückzahlung schon fast 36 Jahre.
Si tacuisses ....
... wenn man klassisch Äpfel mit Birnen vergleicht.
Ein Darlehen mit 1% anfänglicher Tilgung wird natürlich bei einem geringen Zinssatz länger zu tilgen sein.
Wenn aber der niedrigere Zinssatz genutzt wird um die anfängliche Tilgungsrate höher anzusetzen - also vergleichbare Kreditbetrag und monatliche Belastung annehme - dann ist das durchaus nicht der Fall und die Tilgung wird schneller zuende sein -- aber das ist natürlich nicth im Interesse der Kreditgeber
@ Mainsurfer und @ Handelsblatt
Verwirrung stiften ist eine seltene Kunst.
Der Häuslebauer Jedermann hat eine Summe X monatlich zur Verfügung.
Die nimmt er, um seine Immobilie zu finanzieren.
Nach Ihrer Aussage hört es sich für den armen Wicht besser an, wenn er mehr Zinsen mit seiner Bank vereinbart, denn dann zahlt er eine kürzere Zeit ab, als wenn sein Zinssatz niedriger wäre. ?????
Da frage ich mich doch - was haben wir für einen dummen Bundespräsidenten, wenn er so niedrige Zinsen mit der Bank aushandelt?? Wäre er doch viel besser bei einer teureren Bank geblieben! Der ganze Politzirkus, alles umsonst.
Würde er doch viel kürzere Laufzeit abbezahlen und mit jedem getilgten Euro so viel mehr Zinsen sparen.
Zum Glück ist es nicht verboten, mal selbst den Taschenrechner auszupacken oder den PC mit ner Excel Tabelle.
Leider fehlt der Hinweis, dass fast niemand Kredite bekommt( ausser Wulff), da die Banken schlicht keine Lust haben bei niedrigen Zinsen zu verleihen. Ausgenommen Beamte, die bekommen alles was sie wollen. Selbstständige können sich den Weg zur Bank sparen.
Unglaublich, was hier für Knaller unterwegs sind und welcher Unsinn hier durch die Gegend gepustet wird. Natürlich bekommt man einen Kredit bei der Bank. Dazu muss man weder Beamter sein, noch Wulff heissen, kann auch auch selbständig sein. Dazu benötigt man allerdings ein nachvollziehbares Geschäftsmodell und/oder auch etwas Grundkapital und Sicherheiten. Daran scheint es bei Ihnen zu mangeln.




