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Baufinanzierung: Welche bösen Überraschungen beim Kredit drohen

Eine solide Finanzierung beim Hausbau spart Geld und schont die Nerven. Doch beim Kredit drohen Fallen, die kaum ein Bauherr kennt. Trotz Zusage des Beraters können Banken das Angebot ablehnen. Dann steht der Kunde ohne Geld da. Wie Berater sonst noch tricksen und was Kreditnehmer besser wissen sollten.

von Ralf Drescher

Zusage gilt nicht Fast jeder Bauherr denkt, dass sein Bankberater über seine Finanzierung entscheiden könnte. Das war vielleicht früher der Fall, gilt heute aber nicht mehr. Kredite werden nicht mehr in der Filiale abgewickelt, sondern zentral bearbeitet. Wenn sich der Banker mit seiner Zusage zu weit aus dem Fenster gelehnt hat, heißt es dann dem Kunden gegenüber: "Die Zentrale hat das Objekt und die Bonität anders eingeschätzt, was ich überhaupt nicht verstehe". In diesem Fall hat der Kunde keine Verhandlungsbasis, weil sich der Berater mit der Entscheidung der Kreditabteilung rausredet und er selber keine Befugnis hat, den Kredit doch zu vergeben. Kulanz und gute Kundenbeziehungen nützen in solchen Fällen in der Regel nichts. "Diese Rückzieher kommen bei Großbanken, kleinen Regionalbanken und bei Sparkassen vor", sagt Max Herbst, Inhaber der Finanzberatung FMH. Ebenfalls unangenehm kann es werden, wenn der Zahlungstermin ansteht und die Kreditvergabe plötzlich mit Zinsaufschlägen versehen wird, von denen bei der Antragstellung nicht die Rede war. Aus Zeitgründen wird dann oft auf ein Angebot bei einer anderen Bank verzichtet. Unfair ist es auch, wenn die Kreditzusage an die Besparung eines Bausparvertrages gekoppelt wird. So maximiert der Banker Ertrag und Provision. Kunden sollten solche Offerten ablehnen und zu einem anderen Institut wechseln. Foto: Ohne Finanzierung bleibt die Bauplanung nur ein virtuelles Vergnügen. Quelle: AP