
LONDON. Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich Financial Services zieht sich aus dem Geschäft mit Gewerbeimmobilien in Großbritannien und Irland zurück. Die Schweizer begründeten den überraschenden Rückzug mit den hohen Risiken auf den Immobilienmärkten der beiden Länder. "Wir haben die Kreditvergabe eingestellt", bestätigte Zurich-Sprecher Angel Serna. Die Notbremse wird teuer: Auf die zuletzt vergebenen Kredite schreibt Zurich 330 Mio. Dollar ab.
Die Entscheidung von Zurich, könnte sich als schlechtes Omen für deutsche Banken erweisen, die seit dem Ausbruch der Finanzkrise zu den größten Kreditgebern am Londoner Büroimmobilienmarkt zählen. Im Frühjahr diesen Jahres hat die Beratungsgesellschaft Savills eine Liste mit den 21 wichtigsten Immobilienfinanzierern in Großbritannien veröffentlicht. 60 Prozent kommen aus Deutschland. Die Liste reicht von der Aareal Bank über die Deutsche Bank bis hin zur Westdeutschen Immobilienbank.
Die Finanzkrise hat dem Aufschwung für britische Gewerbeimmobilien ein Ende bereitet. Der Wert der Objekte brach schneller ein als in der letzten großen Rezession der 90er Jahre. Mit Beginn der Verwerfungen an den Kapitalmärkten vor zwei Jahren setzte ein rapider Preisverfall von 45 Prozent ein, der die Gewinne eines ganzen Jahrzehnts ausgelöscht hat.
Man kann es drehen und wenden wie man will: Die Spitzen unserer banken lernen einfach nicht dazu. Auf der Jagd nach boni greifen sie von einem Risikonapf in den anderen.
Kann diesen burschen, die so salopp das Geld der Aktionäre und investoren verbrennen, niemand das Handwerk legen?
Daß der britische immo-Markt fast im freien Fall ist, weiß jeder Leser dieser Zeitung schließlich schon seit drei Jahren....





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