
FRANKFURT. Wer eine fondsgebundene Lebensversicherung als Rundumsorglos-Paket für den Ruhestand kauft, kann eine bittere Enttäuschung erleben. Denn Versicherer und Vermittler schauen meist mehr auf die eigene Rendite als auf die des Kunden. Das zeigt eine Studie des Fonds-Research-Anbieters Feri Euro Rating, die dem Handelsblatt vorliegt. Branchenfachleute bemängeln, die Intransparenz der Produkte verleite dazu, den Kunden über verdeckte Kosten abzukassieren.
Laut Feri verläuft die Fondsauswahl vielfach nicht optimal für die Kunden. Das Ratinghaus untersuchte knapp 3 000 angebotene Fonds von 60 Versicherern, die über 90 Prozent des Marktsegmentes abdecken. Das Ergebnis: Zur Palette, aus der Versicherte Fonds für die Policen aussuchen, gehören nicht immer die besten Fonds einer Kategorie, sondern vielfach Produkte aus dem eigenen Konzern. Immer beliebter werden Fonds mit Garantien, die aber an der Rendite nagen.
Etwa die Hälfte der angebotenen Fonds sind von Feri bewertet worden; die Hälfte davon trägt ein gutes oder sehr gutes Rating. Das klinge vordergründig passabel, sagt Andre Härtel, Fondsanalyst bei Feri Eurorating. "Aber die Quote müsste höher sein, wenn institutionelle Anleger wie Versicherungen die Palette der Fonds auswählen." Gerade, weil für den Kunden bei Fondspolicen zusätzliche Kosten durch den Versicherungsmantel entstünden, sollten keine durchschnittlich oder gar schwach bewerteten Fonds gewählt werden. Fonds mit gutem oder sehr guten Rating hätten in den letzten fünf Jahren eine überdurchschnittliche Rendite bei relativ geringem Verlustrisiko erzielt. Laut Feri schneiden diese Fonds mit "nachprüfbar hoher Wahrscheinlichkeit" auch künftig besser ab.
Der Anteil gut bewerteter Fonds unter den häufig ausgewählten hauseigenen Fonds liegt dagegen deutlich niedriger bei 16 Prozent. Auf der Angebotspalette für Fonds in Policen stehen zwar überwiegend Fremdfonds. Doch bei vielen großen Anbietern gelangen vor allem hauseigene Fonds in die Policen. Bei der R+V-Versicherung sind es Fonds von Union Investment, bei den Sparkassen-Versicherern vor allem Produkte der Deka, bei der Allianz überwiegend AGI-Fonds, bei der Axa Axa-Fonds. "Konzerneigene Fonds werden gern genutzt, um Kundengelder im Haus zu halten", sagt Härtel. Stabile Zuflüsse aus Versicherungsbeiträgen mögen Fondsanbieter besonders; immerhin verwalten Fonds in Fondspolicen laut Schätzungen gut 60 Mrd. Euro, das sind knapp vier Prozent ihres Gesamtvermögens.
Am häufigsten fand Feri zudem bekannte Fonds wie Fidelity European Growth, Templeton Growth oder DWS Vermögensbildung I. "Das müssen aber nicht zwingend die besten Fonds sein", sagt Härtel und verweist auf den schwach bewerteten Templeton Growth. Ein Drittel der populärsten 30 Fonds haben bei Feri ein durchschnittliches oder schwaches Rating.
interessnt finde ich, dass FERi in der Studie über Versicherungen und deren konzerneigene Produkte schreibt. Vielleicht sollte man wissen, dass FERi zu MLP gehört, die über Jahre mit der Heidelberger Leben ziemlich teure Fonds-LV vertrieben hat. Die Dachfonds wurden eigens für diese Produkte aufgelegt, von FERi in der Auswahl der Zielfonds beraten und ... Performance meist deutlich unter dem selbst gewählten benchmark.
ist es möglich eine detailliertere info zur Art der Schädigung zu erhalten? Da ich moneymaxx kenne und zur Zeit noch keine Nachteile erkennen kann, die nicht im weitesten Sinne üblich sind für ein Produkt, dass in Fonds investiert. Es interessiert mich um mich und meine Kunden zu schützen. Andererseits ist mir auch bekannt, dass manchmal nicht das Produkt, also moneymaxx, sondern der berater der Schädiger ist. Danke im Voraus.
ich bin Moneymaxx "Geschädigter", kann nur jedem von Fonds-LV abraten, die Gesellschaft gewinnt immer, der Versicherungsnehmer trägt das Risiko





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